Leselust im Wandel

Ein Viertel aller Bücherfreunde in Deutschland nutzt E-Books

Kindle Touch mit Licht

Eine Studie zeigt - Immer mehr Deutsche lesen E-Books (Bild: Amazon)

Eine Studie der Universität Hamburg bringt es jetzt an den Tag. Der Siegeszug der E-Books hat nun auch Deutschland erreicht.

Nachdem sich die elektronischen Bücher dort großer Beliebtheit erfreuen, hat auch ein Viertel aller deutschen Leser schon Erfahrung damit gesammelt.

Von den Menschen, die hin und wieder ein Buch zur Hand nehmen, kauften 14 Prozent im letzten Jahr mindestens ein elektronisches Buch aus dem Bereich Belletristik.

Kostenlose E-Books oder Leseproben haben schon 9 Prozent der Bücherfreunde benutzt.

Traditionelle Leser haben andere Ansprüche

Die Studie untersuchte ebenfalls, welche Zugaben die Leser als wichtig erachteten. Dabei rangierten neben der Suchfunktion und der Inhaltsübersicht auch tiefer gehende Informationen zu Materie und Autor ganz oben.

Doch was ist mit all jenen Bücherfreunden, die mit E-Books bisher keine Erfahrungen gemacht haben? Deren Einstellung fasst Tim Prostka, der Autor der Studie, gegenüber Focus online zusammen: „Es sind vor allem haptische Aspekte, wie die Möglichkeit, Bücher beim Lesen in die Hand zu nehmen oder sie ins Regal zu stellen. Zudem sind gedruckte Bücher auch praktisch – zum Beispiel am Strand.“

So brachte die Studie dann auch an den Tag, dass Anhänger des traditionellen Buches auch in absehbarer Zeit keine E-Books kaufen werden.

Wer verkauft die meisten E-Books?

Mit einem Anteil von 57 Prozent liegt Amazon bei den im letzten Jahr verkauften E-Books ganz vorn. Apple schaffte es mit seinem Portal iTunes immerhin auf 27 Prozent, während Thalie (18 Prozent), Weltbild/Huggendubel (14 Prozent) und Libri (9 Prozent) die Schlusslichter bildeten.

Jeder E-Book Leser investierte im letzten Jahr durchschnittlich 57 Euro für sein Hobby. Der errechnete Durchschnittspreis pro Buch lag bei 15,84 Euro und wurde von den Kunden als fair eingeschätzt. Wurde aber Leser ohne E-Book Erfahrung nach den Gründen ihres Zögerns befragt, gaben viele eben diesen Preis als zu hoch an.

Interessant ist auch die Tatsache, dass rund 30 Prozent der Befragten als Bezugsquelle ihrer elektronischen Bücher Freunde angaben. Nicht hinterfragt wurde dabei, ob die Weitergabe legal oder illegal war.

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