In heimischen Gefilden

Reisetipp: Wandern im Nationalpark Eifel

Das Gebiet des Nationalparks liegt im Norden der Eifel. Direkt an der belgischen Grenze, erstreckt es sich über rund 110 Quadratkilometer.

Der Rur-Stausee gehört dabei genauso zum Park, wie der ehemalige Truppenübungsplatz Vogelsang. Auch die gleichnamige Ordensburg, eine ehemalige Kaderschmiede der Nationalsozialisten, kann als Ort der Geschichte besucht werden.

Zurück zur Natur

Nationalpark Eifel - Der Urftsee im Herbst

Auch der Urftsee liegt im Herzen des Nationalparks Eifel (Bild: Axel Hartmann / CC)

Seit seiner Gründung Anfang 2004 hat der drittjüngste Nationalpark Deutschlands ein ehrgeiziges Ziel.

Auf mindestens 75 Prozent seiner Fläche soll die Natur komplett sich selbst überlassen werden.

Dass dies nicht von jetzt auf gleich geht, ist verständlich.

Auch, dass hin und wieder noch Eingriffe durch den Menschen nötig sind.

Doch in den nächsten Jahrzehnten, so ist sich die Nationalparkverwaltung sicher, entsteht hier der „Buchen-Urwald von morgen“.

Doch schon jetzt bietet der Park seinen Besuchern Natur in größter Vielfalt. Grund genug, sich eine Auszeit zu nehmen und auf Schusters Rappen die zukünftige Wildnis zu erkunden.

Ein Paradies für seltene Arten

Die Zahl der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, die im Park ein Rückzugsgebiet gefunden haben, liegt über 1.000.

Die spektakulärsten Vertreter sind wohl der Luchs und die Wildkatze. Eines der überaus scheuen Tiere zu Gesicht zu bekommen, ist aber beinahe aussichtslos.

Doch dies sollte den Reiz einer Wanderung durch den Park keinesfalls schmälern. Auf insgesamt 240 Kilometern gut ausgeschilderten Wanderwegen lässt sich die Natur individuell erkunden.

Eurasischer Luchs - Lynx lynx

Ein seltener Gast – Hin und wieder wurde sogar ein Luchs im Nationalpark gesichtet (Bild: Roberta F / CC)

Die Wege sollte man aber nicht nur aus Rücksicht auf die Natur nicht verlassen. Denn auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Vogelsang stellen alte Minen eine ernst zu nehmende Gefahr dar.

Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, dem bleibt immerhin noch eine 104 Kilometer lange Strecke.

Und für Fans eines strukturierten Urlaubs bietet sich der Wildniss-Trail an.

Über 4 Tage verteilt führt der Wanderweg auf einer Gesamtstrecke von 85 Kilometern quer durch den Nationalpark.

Wenn sich im Frühjahr die Narzissen der Sonne entgegen recken, wandert man vorbei an einem gelben Blütenmeer.

Und auch im September kann man einem beeindrucke Schauspiel beiwohnen. Denn dann ist Hirschbrunft und die großen Tiere zeigen sich dem geduldigen Beobachter in ihrer ganzen Pracht.

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