Cybersex

Facebook ist Sex fürs Gehirn

Eigentlich sind es nur alltägliche Kleinigkeiten, ja beinahe Banalitäten, die der Verfasser eines Facebook Posts oder eines Tweets über sich preisgibt. Aber schon in dem Moment, wenn er seine eigene Nachricht sieht, überkommt ihn ein Glücksgefühl.

Doch nicht nur verbale Mitteilungen, auch die stetig wachsende Zahl der „Gefällt mir“ neben dem aktuellen Foto versetzt das Gehirn in Hochstimmung.

Wer sich öffnet, den belohnt das Gehirn

Bettgeschichten

Eine aktuelle Studie hat herausgefunden, dass Posten bei Facebook ähnlich befriedigt, wie guter Sex (Bild: Gina Sanders / Fotolia.com)

Zu diesem Schluss kam jedenfalls ein US-amerikanisches Forscherteam unter Leitung von Diana Tamir.

Wie die Psychologin der Harvard University Cambridge, USA in den Proceedings oft he National Academy of Science der Vereinigten Staaten schreibt, haben Menschen einen starken Hang dazu, sich Anderen zu öffnen.

Während sich der Inhalt eines altmodischen Gesprächs nur 30 bis 40 Prozent um unser eigenes Innenleben dreht, rückt dies beim Posten in sozialen Netzwerken zu 100 Prozent in den Mittelpunkt.

Und diese Offenbarung ist es, so die Forscher, auf die unser Gehirn mit einer Belohnung reagiert. Wie genau dies in den grauen Zellen vor sich geht, konnten die Forscher noch nicht sagen. Doch in einem Punkt ist sich das Team sicher – es werden dieselben Regionen im Gehirn aktiviert, wie bei gutem Sex oder einem opulenten Mahl.

Wenn Sozialkontakte zum Welterfolg führen

Die Erkenntnis der Wissenschaftler könnte auch eine Erklärung für den riesigen Erfolg der Social Media Plattform Facebook liefern. Diese zählt mittlerweile mehr als 900 Millionen Nutzer, was knapp 30 Prozent der Weltbevölkerung entspricht. Im letzten Jahr setzte das Unternehmen etwa 3 Milliarden Dollar um.

Der für den 18. Mai geplante Börsengang könnte Facebook im günstigsten Falle noch einmal knapp 10 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen. Damit gehört das im Jahre 2004 von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen zu den ganz großen Erfolgsstorys.

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Ein Kommentar

  1. fury sagt:

    „900 Millionen Nutzer, was knapp 30 Prozent der Weltbevölkerung entspricht“

    Was soll das denn? Wenn die Welt nur von 2,7 Milliarden Menschen bewohnt wäre, gäb es ein paar Probleme weniger..

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