Dramatischer Stimmungswechsel

Zukunftsangst: Deutsche fürchten sich vor Schulden und Arbeitslosigkeit

Schulden und Inflation

Die Deutschen blicken derzeit pessimistisch in die Zukunft. Angesichts der schwierigen Lage in krisengeplagten EU-Ländern wie Griechenland bereitet den Menschen auch hierzulande eine mögliche Zunahme der Staatsverschuldung die größten Sorgen. Seit Januar 2012 stieg die Angst vor immensen Schulden um 4 Prozent auf 62 Prozent.

Auch die Preiserhöhungen geben vielen Bundesbürgern Anlass zur Sorge. Mehr als die Hälfte der Deutschen fürchtet sich vor weiteren Teuerungen. Diese Inflationsangst treibt mehr Frauen (59 Prozent) als Männer (49 Prozent) um.

Diese Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern-Magazins. Das sogenannte Stern-Sorgenbarometer kletterte demnach seit Jahresbeginn in verschiedenen Bereichen um mehrere Prozentpunkte nach oben.

Angst vor der Arbeitslosigkeit

Auch wachsende Arbeitslosigkeit und der mögliche Verlust des eigenen Jobs beunruhigen die weibliche Bevölkerung besonders stark. Interessant ist, dass sich weitaus mehr Deutsche um die Arbeitsmarktsituation insgesamt, als um den eigenen Arbeitsplatz sorgen.

Über ein Drittel der Deutschen (35 Prozent) fürchtet sich vor steigenden Arbeitslosenzahlen, während lediglich 15 Prozent um die eigene Stelle bangen.

Gute Stimmung zum Konjunkturaufschwung

Zu Jahresbeginn zeigte sich die Stimmung im Land noch weitaus optimistischer. Die positive Stimmung wurde vermutlich vom Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2012 getragen. Wie das Statistische Bundesamt am heutigen Dienstag bekannt gab, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum letzten Quartal 2011 um 0,5 Prozentpunkte.

Im Vorjahresvergleich war das Wirtschaftswachstum sogar noch größer und betrug preisbereinigt 1,7 Prozent. Ein positiver Faktor war dabei der zusätzliche Arbeitstag durch das Schaltjahr, doch selbst kalenderbereinigt hat das BIP einen Anstieg von 1,2 Prozent zu verzeichnen.

Export und Konsum

Der Konjunkturaufschwung profitierte vor allem von gestiegenen Exporten und der Konsumfreude der Bundesbürger in den ersten drei Monaten des Jahres. Die Wirtschaftsleistung wurde von 41,1 Millionen Erwerbstätigen erbracht, das waren 612 000 Personen oder 1,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Ausführliche Ergebnisse zu den Quartalsberechnungen wird das Statistische Bundesamt am 24. Mai bekannt geben.

Optionen

Drucken Drucken Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...

Kommentar abgeben