Aus allen Wolken gefallen

Studie bestätigt: Cloud-Speicher bergen Sicherheitsrisiken

Die Cloud ist praktisch. Sie bietet von überall Zugriff auf persönliche Daten. Doch wie sicher sind diese? (Bild: hugolacasse - Fotolia)

Clouds sind in aller Munde. Hier lassen Musik und Fotos bequem speichern und dann von jedem beliebigen Ort der Welt abrufen. Auch für Firmen suggerieren sie eine einfache Art der Zusammenarbeit.

So kann der Außendienstler beispielsweise dem Kunden die aktuellste Version der Verkaufsunterlagen aus der Cloud präsentieren und Teams können über große Entfernungen zusammenarbeiten.

Doch so schön die Vorteile der Cloud auch klingen mögen, in puncto Datensicherheit weisen aktuell verfügbare Systeme schwere Mängel auf.

Dies hat jetzt eine Studie des Frauenhofer Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT) ans Licht gebracht.

„Sieben auf einen Streich“

Für ihren Vergleich wählten die Wissenschaftler 7 Anbieter von Onlinespeicher aus. Dies waren im Einzelnen CloudMe, CrashPlan, Dropbox, Mozy, TeamDrive, Ubuntu One und Wuala.

Dabei nahmen sie neben dem Registrierungsprozess, dem Datentransport und der Verschlüsselung auch das Dateien-Sharing und die sogenannte Dedublikation unter die Lupe.

Den letzteren Prozess nutzen einige Anbieter, um Speicherplatz zu sparen. Dabei erkennt das System automatisch, ob eine Datei bereits zuvor auf dem Server gespeichert wurde. Falls ja, wird diese nicht erneut kopiert, sondern lediglich ein Link gesetzt.

Wie wichtig die Sicherheit von Daten und die Privatsphäre sind, haben nach Aussagen der Forscher alle sieben Anbieter erkannt.

Allein bei der Umsetzung hapert es mitunter gewaltig. So erfülle beispielsweise CloudMe der Studie zufolge alle Testpunkte nur „sehr schlecht“. Und selbst Ubuntu One, der bei Registrierung und Sharing mit „sehr gut“ abschnitt, musste sich im Punkt Verschlüsselung mit der schlechtesten Note zufriedengeben.

„Feind hört mit“

Aufhorchen lässt vor allem der Vorwurf, dass die genutzten Systeme und Standards grundsätzlich ein Abhören der hochgeladenen Daten ermöglicht. Denn sowohl CloudMe als auch Dropbox und Ubuntu One verschlüsseln die Dateien ihrer Nutzer nicht schon auf dem heimischen PC, sondern erst auf den Cloud-Servern.

Stehen diese in den USA, so die Befürchtung der IT-Experten vom SIT, hätten die US-Behörden möglicherweise Zugriff auf die Kundendateien. Ihre Empfehlung lautet deshalb auch, auf Cloud-Anbieter innerhalb Europas zurückzugreifen.

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