Die Erben des Graf Dracula

Vampir-Skelette in Bulgarien entdeckt

Gräber

Pfähle sollten Vampire in ihren Gräbern festhalten (Bild: aboutpixel.de / jutta rotter)

Vampirfund in Bulgarien

In der bulgarischen Kleinstadt Sosopol haben Forscher zwei Skelette von mittelalterlichen Vampiren gefunden. Der Fund wurde in einer Totenstadt unmittelbar hinter der orthodoxen Kirche Sweti Nikolaj gemacht.

Berichten des BBCs zufolge waren die Körper der Toten in der Brust mit Eisenstangen durchstoßen, damit sie nicht als blutsaugende Vampire wiederkehren konnten. Die Pfähle sollten einem Volksglauben zufolge die Vampire in ihren Gräbern festhalten.

Heidnische Legenden

Offenbar waren solche heidnischen Praktiken lange Zeit in weiten Teilen Südosteuropas verbreitet. Dies bezeugen zahlreiche archäologische Funde. In Bulgarien allein wurden bisher über 100 derartige Vampirgräber entdeckt.

„Diese mit Eisenstäben erstochenen Skelette veranschaulichen eine Praktik, die in einigen bulgarischen Dörfern bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts üblich war“, zitiert der BBC den Historiker Boschidar Dimitrow vom Nationalen Historischen Museum in Sofia.

In der Heimat von Dracula

Vampirlegenden sind ein wichtiger Teil des südosteuropäischen Volksglaubens und auch in der heutigen Zeit in dieser Region noch weit verbreitet. Im Jahr 2005 sorgte beispielsweise ein Fall in Rumänien, dem Heimatland von Graf Dracula höchstpersönlich, weltweit für Aufsehen.

Vampir

Der Glaube an Vampire ist im südosteuropäischen Volksglauben tief verwurzelt (Bild: aboutpixel.de / Toni Affronti)

In der rumänischen Ortschaft Marotinu de Sus gruben Dorfbewohner die Leiche eines zwei Jahre zuvor verstorbenen Mannes aus, schnitten ihm das Herz heraus, verbrannten es, lösten die Asche in Wasser auf und tranken die Lösung.

Der verstorbene Petre Toma wurde verdächtigt einer lokalen Legende zufolge nachts als Strigoi sein Unwesen zu treiben und Krankheiten zu verursachen.

Reliquien in Sosopol

Die bulgarische Kleinstadt Sosopol an der Schwarzmeerküste erhält mit dem neusten Fund eine weitere Touristenattraktion. Vor zwei Jahren wurden auf einer Insel vor der Stadt die Reliquien von Johannes dem Täufer entdeckt. Sie werden nun in einer Kirche in Sosopol aufbewahrt.

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Ein Kommentar

  1. Hagen Ulrich sagt:

    Also ich kenne da auch den einen oder anderen, bei dem ich es für empfehlenswert halten würde, auf diese Art und Weise auf Nummer sicher gehen zu wollen. :-) Ansonsten ist es faszinierend zu sehen, wie tief der Glaube an Vampire verwurzelt ist. Den findet man in vielen Kulturen.
    Und wenn im November der letzte Twilight-Film in den Kinos startet, werden wieder viele Mädels und auch ein paar Jungs in den Kinosesseln nach den blassen Jungs mit den spitzen Zähnen seufzen. Es war zum Schreien im letzten jahr, als ich mit Freunden im Kino saß, von 350 seufzenden Mädels zwischen 15 und 35 umgeben.
    Jede Epoche hat ihre Vampire und momentan haben wir die soften, netten und freundlichen Vertreter auf Leinwand und zwischen Buchdeckeln. Da stört so eine Meldung aus Bulgarien nicht sonderlich.

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