Museum der 100 Tage

Kunst in Kassel – Documenta 2012 öffnet ihre Pforten

Nach 5 langen Jahren hat das Warten für die Kunstwelt ein Ende. Am kommenden Sonnabend, den 9. Juni öffnet die documenta in Kassel zum 13. Mal ihre Pforten.

Bis zum 16. September, also genau 100 Tage, zeigt das Event mit Weltruf im ganzen Stadtgebiet zeitgenössische Kunst.

„Zusammenbruch und Wiederaufbau“

Das Fridericianum am Friedrichsplatz ist einer der Hauptausstellungsorte der documenta in Kassel. (Bild: Olaf Kosinsky / CC 3.0)

Unter dem Leitmotiv Zusammenbruch und Wiederaufbau (Collapse and Recover) präsentieren rund 180 Künstler aus aller Herren Länder ihre Werke.

An sieben Tagen in der Woche von 10 bis 20 Uhr haben die Besucher Zeit, die überall in Kassel verstreut liegenden Ausstellungen zu besuchen.

Dazu gehört der Garten vor der Documenta-Halle ebenso, wie die Ausstellungen im Fridericianum, der Neuen Galerie, der Karlsaue oder dem Gloria-Kino.

Hier werden Afghanistan und Ägypten thematisiert, das Leben an sich symbolisiert und das Weibliche spricht in Bildern.

Schon von Weitem zu sehen ist etwa der Garten der Biologin, Theologin und Künstlerin Kristina Buch. Auf dem Friedrichsplatz soll er den Reichtum der Natur und den Forscherdrang der Wissenschaft ästhetisch zusammenführen.

Museum der 100 Tage

Genau 100 Tage lang wird die documenta ihre Pforten geöffnet haben. Dies brachte ihr den Beinamen Museum der 100 Tage ein.

Gedacht als eine Dokumentation über die moderne Kunst fand die erste documenta im Jahr 1955 statt. Initiator und mehrmaliger Leiter war der Kassler Künstler und Kunstpädagoge Arnold Bode.

Mit seiner Idee wollte er die deutsche Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg beleben. Denn, so Bode im Jahre 1972: „Wie waren der Meinung, etwas sagen zu müssen zu den verlorenen Jahren 1933 – 1945: Erfahrungen und Erinnerungen an die zwanziger Jahre, an die Kunststadt Paris, an Rom, an London, an das Bauhaus, an die Lehrjahre in Kassel, an die Arbeitsjahre in Berlin.“

Lockte die erste Ausstellungssession 1955 rund 130.000 Besucher an, strömten bei der Letzten vor 5 Jahren über eine dreiviertel Million Menschen nach Kassel.

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