Googles Frühjahrsputz – Fünf Dienste werden abgeschaltet
5. Juli 2012
Tiefe Einschnitte
Am 3. Juli gab Matt Eichner, Manager von Goggle, auf dem Firmenblog bekannt, welche Dienste von dem angekündigten Frühjahrsputz betroffen seien. Dass gekürzt werden muss, ist keine Sensation, schließlich haben sich einige Dienste durch neue Optionen selbst aufgehoben. Googles Angebot wird durch die Kürzungen also nicht kleiner. Es wird bloß auf weniger Programme reduziert.
Bestes Beispiel ist Google Video. Schon im Mai 2009 konnten Nutzer keine neuen Videos mehr hochladen. Im Laufe des Sommers werden die sich noch auf der Plattform befindenden Videos auf Youtube übertragen.
Den erfolgreichen und populären Service hat sich das kalifornische Unternehmen schon vor langer Zeit einverleibt. Dass zwei Plattformen dieser Art betrieben würden, war auf langer Sicht unnötig.
Gute Alternativen
Den größten Einschnitt aus Nutzersicht verübt das Unternehmen bei iGoogle. Die personalisierbare Homepage wird von vielen intensiv genutzt. Die Mischung aus RSS-Reader und Widget-Plattform sei aber schon durch andere Möglichkeiten überholt, so Eichner.
Der Browser Chrome sowie das mobile Betriebssystem Android 4.1 Jelly Bean bieten diese Dienste an.
Nutzern gefiel die Nachricht über die Schließung trotzdem nicht. Über Twitter waren viele Meldungen und flehentliche Aufrufe zur Erhaltung zu lesen. Google wird sich davon allerdings nicht beeinflussen lassen. Um sich auf einen neuen Dienst einzulassen und die persönlichen Daten zu retten, haben Anwender noch bis November 2013 Zeit. Erst dann wird iGoogle beendet.
Reduktion auf das Kerngeschäft
Schon ab 31. Juli wird Google Mini nicht mehr unterstützt werden. Die Hardware-Such-Anwendung hat mit Google Search Appliance, Google Site Search und Google Commerce Search gleich drei Alternativen. Für die noch aktiven Nutzer soll es weiterhin technischen Support geben.
Auch das von Unternehmen genutzte Nachrichten-Widget Google Talk Chatback ist überholt, wie der Google-Manager über das Blog bekannt gab. Als neue Anwendung verwies er auf die Meebo-Nutzerleiste. Diese bietet ähnliche Möglichkeiten, zu kommunizieren.
Das fünfte Programm, von dem sich Google trennt, ist die Suchanwendung für Symbian-Smartphones, die selbst schon überholt sind. Es wird allen Nutzen angeraten, die gängige Suchmaschine google.com als Startseite zu nutzen.
Die Unternehmensführung bekennt sich zu den tiefen Einschnitten. Sie seien notwendig, damit sich die neuen Programme und das Kerngeschäft weiterentwickeln können. Zudem werde kein Abschalten unüberlegt vorgenommen, sondern sei immer das Ergebnis eines langen Prozesses und Abwägens.
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