Über den Wolken

Keine Utopie: Mit dem fliegenden Auto abheben

Nach zahlreichen Tests am Plattsburgh International Airport (KPBG) konnte vor wenigen Tagen die erste Flugphase des Prototyp Transition der Firma Terrafugia erfolgreich abgeschlossen werden. Carl Dietrich, Geschäftsführer des Unternehmens, zeigte sich begeistert: “Es ist ein richtiges Flugzeug, wir fliegen, wann immer wir wollen, solange wie wir wollen”.

Die in den vergangenen Monaten erfolgten Prüfungen verbesserten das fliegende Auto u.a. in Bereichen der Stabilität, Motorkühlung und Propeller-Optimierung. Bevor das Gefährt jedoch seine Straßenzulassung erhält, sollen weitere fünf Testphasen folgen.

Der Weg in die Zukunft

“Wir verfolgen unser Testprogramm mit großer Dynamtik”, erklärte Manager Anna Mracek Dietrich. Die oberste Priorität in diesem Sommer sei der Flug-und Antriebs-Tests. Das Unternehmen arbeite darauf hin die Light Sport Aircraft (LSA) und National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) Standards zu erreichen.

Der Transition ist sowohl in der Luft als auch auf dem Boden zu Hause. Im Straßenverkehr werden die Flügel des Zweisitzers eingeklappt, somit passt das fliegende Auto problemlos in die heimische Garage. Während sich das Fahren als einfach gestaltet, benötigt der Transition zum Start eine 800 Meter lange Startbahn. Ein Ausflug in die Wolken muss gut geplant sein.

Reservierungen sind möglich

Interessenten können sich die Maschine für 279.000 US-Dollar kaufen, die Gebühr für die Reservierung beträgt nochmals 10.000 US-Dollar. Um das fliegende Auto nutzen zu können, ist nicht nur eine prall gefüllte Brieftasche, sondern auch eine Fluglizenz sowie ein Führerschein erforderlich. Zudem müssen die Nutzer 20 Stunden Flugerfahrung aufweisen, ein entsprechendes Training bietet das Unternehmen jedoch an.

PAL-V

Der niederländsiche PAL-V (Bild: pal-v.com)

Konkurrenz mit den Niederlanden

Die niederländische Firma PAL-V arbeitet ebenfalls an der Entwicklung eines fliegenden Autos. Die Maschine konnte Anfang des Jahres ihren Jungfernflug erfolgreich meistern und Distanzen von bis zu 500 Kilometern zurücklegen.

Die niederländische Maschine fliegt ähnlich wie ein Standard-Hubschrauber, ist dabei sehr leise und benötigt zum Starten und Landen eine niedrige Drehzahl. Nach Unternehmensangaben zählt der PAL-V zu den sichersten Arten von Flugzeugen.

Der Verkaufsstart des 250.00 bis 300.000 Euro teuren Modells ist für 2014 geplant. Für eine Lizenz müssen Interessenten ebenfalls 20 bis 30 Stunden Training nachweisen.

Wer nicht mehr auf die Markteinführung warten möchte, kann eines der Fünf Taylor Aerocar N-101D Maschinen von 1954 für 1,25 Millionen US-Dollar erwerben.

Der Clou bei dem Oldtimer, er verfügt auch im 21. Jahrhundert über eine Straßen- und Luftzulassung. Jedoch müssen die Flügel im Anhänger transportiert und vor dem Flug montiert werden.

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