Bundesbank sagt: In Deutschland weniger Falschgeld im Umlauf
16. Juli 2012
18.975 gefälschte Banknoten, so berichtet die Bundesbank in einer Pressemitteilung, seien im ersten Halbjahr 2012 registriert wurden. Im Vergleich zu den letzten sechs Monaten des vergangenen Jahres bedeutet dies einen Rückgang der Fälschungen von etwa 5 Prozent.
„Dieser positive Trend“ so Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank, „ist sicherlich der Arbeit der Strafermittlungs- und –verfolgungsbehörden und deren Einsatz gegen die Verteiler des Falschgeldes in Deutschland zuzuschreiben.“
Wie erkennt man Falschgeld und wie soll man handeln?

Die Bundesbank registrierte bis Juni 5 % weniger falsche Banknoten als im zweiten Halbjahr 2011 (Bild: aboutpixel.de / Sebastian Röske)
Die wenigsten gefälschten Geldscheine erkennt man auf den ersten Blick. Deshalb sollten die verschiedenen Sicherheitsmerkmale überprüft werden. So ist beispielsweise der oben auf der Vorderseite befindliche Schriftzug „BCE ECB EZB EKT EKP“ als Erhöhung fühlbar.
Ebenfalls vorn ist ein Hologrammstreifen zu sehen. Neigt man die Banknote vor und zurück, verändert sich dieser. Ein glänzender Streifen auf der Rückseite soll ebenfalls die Fälschungssicherheit erhöhen. Last, but not least ist jede Euro-Banknote mit einem Wasserzeichen versehen.
Fehlt eines der Merkmale, so rät die Bundesbank, unbedingt die Polizei zu benachrichtigen. Es besteht zwar kein Anspruch darauf, das Falschgeld ersetzt zu bekommen. Doch versucht man seinerseits die gefälschten Scheine wieder auszugeben, macht man sich strafbar und riskiert Geldbußen bis 100.000 Euro.
Wer hingegen wissentlich Falschgeld annimmt und in Umlauf bringt oder gar selbst Fälschungen herstellt, muss mit einer Gefängnisstrafe rechnen.
Seit es Geld gibt, wird es auch gefälscht
Seit das Geld die Weltbühne betreten hat, sind Fälscher am Werk. Da Münzen über Jahrtausende das einzige Zahlungsmittel waren, hat sich für die Betrüger die Bezeichnung Falschmünzer etabliert. Diese nutzten billigere Metalle und gaben das daraus gegossene Geld als Gold- oder Silbermünzen aus.
Da die Fälschungen allerdings oftmals härter waren, als die goldenen Originale, etablierte sich der Biss in die Münze als Prüfung auf Echtheit. Verformte sich das Goldstück, war es wohl echt.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich aber nicht nur die Methoden der Fälscher weiterentwickelt. Auch das Strafsystem wurde angepasst. So war es beispielsweise im Mittelalter durchaus üblich, Falschmünzer in siedendes Öl zu tauchen. Heute erwarten Geldfälscher dagegen lediglich Gefängnisstrafen, die bei organisierter Kriminalität auch bis zu zehn Jahre betragen können.
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