Gefährliches Virus

Ebola in Ostafrika – Eine tödliche Seuche ist zurück

Nach anfänglichen Gerüchten und Vermutungen hat es sich jetzt bestätigt. Das gefährliche Ebola-Virus hat erneut zu einem Ausbruch des tödlichen Fiebers geführt.

Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO jetzt mitteilte, ist diesmal der Distrikt Kibaale im ostafrikanischen Uganda betroffen.

Von den etwa 20 Infizierten erlagen bereits 14 dem Virus. Die hohe Sterberate von 70 Prozent ist dabei typisch für Ebola. Zum Teil überlebt nur einer von 10 eine Infektion.

Gefährliches Fieber mit tödlichem Ausgang

Die ersten Symptome treten nach 2 bis 21 Tagen nach Ansteckung auf. Was wie eine Grippe beginnt, entwickelt sich schnell zu einem hämorrhagischen Fieber.

Das heißt, die kleinen Blutgefäße beginnen sich aufzulösen und es kommt zu inneren und äußeren Blutungen. In 50 bis 90 Prozent der Fälle stirbt der Infizierte.

Auch wenn Forschergruppen und das US-amerikanische Militär bereits erste Ansätze zur Behandlung der Krankheit gefunden haben, ist diese bis heute nicht heilbar. Übersteht ein Mensch allerdings die Infektion, ist er von da an gegen den speziellen Stamm des Erregers immun. Diesen Effekt versuchen sich die Wissenschaftler ebenfalls zunutze zu machen und eine vorbeugende Schutzimpfung zu entwickeln.

Woher das Virus kommt, ist nicht restlos geklärt

Die ersten Fälle der Virusinfektion wurden 1976 im Kongo gemeldet. Da die betroffenen Siedlungen an einem Fluss namens Ebola lagen, wurde das Virus nach diesem benannt.

Wer der eigentliche Wirt des Virus ist und dieses auf den Menschen überträgt, können die Forscher bis heute nicht beantworten. Vor allem Flughunde stehen bei den Untersuchungen an oberster Stelle. Aber auch Affen könnten den Ebola-Erreger in sich tragen.

Der Sprung zum Menschen erfolgt, so eine Theorie, vermutlich durch den Verzehr der Wirtstiere. Dies geschieht laut den Wissenschaftlern aber eher selten. Gefährlich ist vor allem die Weitergabe des Virus von Mensch zu Mensch. Dies Geschieht nicht nur durch direkten Kontakt mit einem Erkrankten, auch dessen Ausscheidungen sind infektiös. Ebenso ist eine Tröpfcheninfektion durch die Luft möglich.

Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass Ebola-Viren den Menschen erst seit relativ kurzer Zeit befallen können. Dies schließen sie aus der hohen Sterberate. Denn die ist nicht nur für den Wirt, sondern auch für das Virus schlecht. Es hat dadurch weniger Möglichkeiten, sich zu verbreiten.

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