30. Todestag am 14. September

Schauspielerin, Fürstin, Stilikone: Der Mythos Grace Kelly

Fürstin Gracia Patricia von Monaco

Grace Kelly starb am 14.September 1982. (Foto: Gemeinfrei/Wikipedia)

Weder Reichtum, noch schauspielerisches Talent machten sie zu dem, was sie war und auch drei Jahrzehnte nach ihrem Tod noch nachwirkt. Es war vielmehr das gesamte Auftreten der Frau aus Philadelphia, das Menschen auf der ganzen Welt bezauberte. Grace Kelly war eine elegante Stilikone, „First Lady“ des Fürstentums Monaco, liebevolle Mutter und starke Frau an der Seite ihres Mannes Fürst Rainier III.

Eine extraordinäre Schauspielerin

Ihre Kindheit verbrachte sie unter dem Namen Grace Patricia Kelly in Philadelphia. Ihr Vater war ein wohlhabender Bauunternehmer, dem auch die Depression nichts anhaben konnte. Kelly wuchs in einer Villa mit Bediensteten auf. Sie wurde streng erzogen und musste sich der Mutter erwehren, die immer wieder die Hand gegen sie erhob. Wahrscheinlich wurde Grace Kelly bereits in diesen Momenten klar, dass sie später eine andere Art der Erziehung anlegen werde.

Ihr schauspielerisches Talent wurde bereits zu Schulzeiten erkannt. Kelly spielte in diversen Aufführungen mit und auch beim weihnachtlichen Krippenspiel konnte sie ihre Begabung zeigen. Im Abschlussjahrbuch stand über sie geschrieben, dass sie sicher einmal ein großer Star werden würden. Die prophetische Aussage sollte sich als wahr erweisen. Schnell fasste Grace Kelly in Hollywood Fuß und drehte mit den größten Regisseuren ihrer Zeit. Als einer der bedeutendsten Filme ging die Hitchcock-Produktion „Das Fenster zum Hof“ in die Geschichte ein. Den Höhepunkt ihrer Karriere erreichte sie mit der Oscar-Auszeichnung als beste Schauspielerin und der Errungenschaft eines eigenen Stern auf dem berühmten „Walk Of Fame“.

Schicksalhafte Begegnung in Monaco

Das Drehen von Filmen erschöpfte sie. In nur anderthalb Jahren drehte sie sechs Filme. Kelly war ausgelaugt und hätte dadurch fast die schicksalhafte Begegnung mit ihrem späteren Ehemann Fürst Rainier verpasst. Als amerikanische Botschafterin sollte sie ihren Oscar prämierten Film „Ein Mädchen auf dem Lande“ bei den Festspielen in Cannes vorführen. Widerwillig nahm sie die Reisestrapazen auf sich, die ihr Leben von Grund auf verändern sollten. In Cannes lernte sie Rainier kennen, der einen besonderen Charme auf Kelly ausübte. Nach ihrer Begegnung blieben sie in intensiven Briefkontakt und nur ein Jahr später war aus der Schauspielerin Grace Kelly „Fürstin Gracia Patricia von Monaco“ geworden.

Der plötzliche Wechsel von der Leichtigkeit der Schauspielerei, hin zu den Pflichten einer Fürstin, fiel ihr sichtlich schwer. In Interviews erzählte sie später, dass sie ihre eigene Karriere gern noch weitergeführt hätte. Doch auch in dieser Situation blieb Grace Patricia Grimaldi souverän und nahm ihre neue Rolle an. Aus der Ehe gingen die drei Kinder Carolin, Albert (der heutige Fürst von Monaco) und Stéphanie hervor. Die Monegassen liebten die Frau, die als Mutter von Monaco in die Geschichte einging. Umso erschütterter waren sie, als ein tragischer Unfall ihr Leben abrupt beendete.

Tod und doch präsent

Grace Kelly

Der Kelly Bag von Hermés kostet mindestens 4.000 Euro. (Bild:Wen-Cheng Liu/Wikipedia CC BY-SA 2.0)

Gemeinsam mit ihrer Tochter Stéphanie war sie auf der Rückfahrt von der Sommerresidenz „Roc Agel“. In einer Haarnadelkurve kam sie von der Straße ab und stürzte 40 Meter in die Tiefe. Sowohl Grace als auch ihre Tochter konnten lebend geborgen werden. Die Verletzungen der Fürstin waren jedoch so gravierend, dass sie ihnen am 14. September 1982 erlag. Es folgte eine Staatstrauer, die nur mit dem Tod von Lady Diana zu vergleichen ist. Drei Tage lang konnten die Monegassen am offenen Sarg Abschied von ihrer geliebten Landesmutter nehmen. Im Anschluss folgte eine beispiellose Beisetzung, die 100 Millionen Menschen weltweit an den Fernsehgeräten verfolgten.

Grace Kelly hinterließ der Welt nicht nur ihre drei Kinder, sondern auch zahlreiche modische Trends, die sich bis heute wiederfinden. Dazu gehört der „Kelly Bag“ (eine Handtasche, die heute mindestens 4.000 Euro kostet) genauso wie ihre ikonische Art das Kopftuch zu binden. Zum 25. Todestag gab es in Monaco eine 2-Euro Sondermünze, die in limitierter Auflage von 20.001 Exemplar entstand. Heute ist eine einzelne Münze bereits 1.300 Euro wert. Auch die Punkband „Die Ärzte“ widmeten sich auf ihrer EP „Zu schön, um wahr zu sein!“ der charismatischen Fürstin und setzten ihr so posthum ein Denkmal. Grace Kelly wurde 1999 auf den 13. Platz der besten, amerikanischen Schauspielerinnen aller Zeiten gewählt.

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