Virtueller Rundgang eingerichtet

Bunt, hell und kalt: Google präsentiert Rechenzentren

Rechenzentren sind das „Physische Internet“

Google nennt es selbst das „physische Internet“. Gemeint sind die Server des Internetriesen, die pro Tag drei Milliarden Suchanfragen beantworten. Dazu baut das Unternehmen auf eine ausgeklügelte Infrastruktur, die an verschiedenen Standorten miteinander verbunden ist. Dabei kommunizieren die Server mit einer Geschwindigkeit, die 200.000 mal schneller ist, als eine haushaltstypische Internetleitung. Rekordverdächtige Maße hat auch das Rechenzentrum in Council Bluffs. Auf 10.000 Quadratmetern hat Google Server, Rohre und Kühlungssysteme aufgebaut. Damit die Mitarbeiter schnell von A nach B kommen, stellt ihnen das Unternehmen Fahrräder zur Verfügung.

Farben bestimmen das Bild der Zentren. Bunte Rohre sehen laut Google nicht nur lustig aus, sondern erleichtern den Technikern auch die richtige Zuteilung. Blaue LEDs blinken in den meterlangen Serverfluren und zeigen die korrekte Funktionsweise der Recheneinheiten an. Das Stromsparen eine große Rolle spielt, sieht man ebenso an den LEDs. Diese arbeiten effizient und haben eine lange Lebensdauer. Trotzdem ist der Energieverbrauch enorm. Jährlich benötigt Google mehr als zwei Milliarden Kilowattstunden Strom. Das ist genug, um eine Großstadt zu versorgen.

Star Wars-Figuren bewachen die Server

Wo viel Energie im Spiel ist, ist die Gefahr für einen Störfall hoch. Deshalb kühlt der Suchmaschinen-Anbieter alle Server mit kalter Luft oder Meerwasser. Falls es zu einem Brand kommen sollte, steht Löschwasser zur Verfügung, das mehrmals gefiltert wurde. Das verringert den entstandenen Schaden an der empfindlichen Infrastruktur.

Um die benötigte Kälte zu gewährleisten, weicht Google immer häufiger auf Regionen mit einer niedrigen Temperatur aus. So finden sich Rechenzentren in Finnland und an der belgischen Küste wieder. Aber für das Unternehmen steht auch schon immer der Spaß an der Arbeit im Vordergrund.

Diesen lebt Google auch bei seinen Rechenzentren aus. Neben Miniaturfahrrädern, bunten Leitungen und blinkenden Dioden, sind es vor allem die kleinen Sachen, die Nutzer beim fotografischen Rundgang zum Schmunzeln bringen.

Es werden Fotos von Bereichen zur Verfügung gestellt, die ausdrücklich nicht aufgenommen werden dürfen und am Eingang einer Serverreihe steht ein Stormtrooper aus dem Star Wars-Universum als Wache bereit. Neben ihm begrüßt der kleine Roboter R2-D2 die neugierigen Besucher.

Neben Bildern seiner Rechenzentren und den Menschen dahinter, stellt Google auch eine Streetview-Tour bereit. Nutzer können durch das infrastrukturelle Herz des Unternehmens laufen und einen Spaziergang durch die Außenanlagen machen. All das öffnet die Augen für das große Ganze, das sich auf einer weißen Seite mit einem Feld zur Texteingabe wiederfindet.

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