Am Wochenende länger schlafen

Zeitumstellung: Jetzt kommt die Winterzeit 2012

Erste Überlegungen der ganzheitlichen Zeitumstellung

Die Idee, der Verschwendung von kostbarem Tageslicht Einhalt zu gebieten, stammt ursprünglich von Benjamin Franklin. Im Jahre 1784 beschrieb er in einem offenen Brief eine saisonale Zeitverschiebung, die in den Sommermonaten mehr Arbeit bei Tageslicht ermöglichen sollte. Erhört wurde seine Idee jedoch nicht. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Möglichkeit, die Uhren einer ganzen Gesellschaft zu ihrem eigenen Nutzen umzustellen, erneut durchdacht – und während des ersten Weltkriegs 1916 bis 1918 in die Realität umgesetzt.

Winterzeit

Am Wochenende wird der Stundenzeiger von drei auf zwei Uhr zurückgestellt (Bild: WoGi – Fotolia.com)

Praktische Einführung

Die Sommerzeit in der heutigen Form wurde – nach zahlreichen weiteren Versuchen sie zu etablieren – 1975 von der europäischen Gemeinschaft beschlossen. Besonders das Argument, durch die Verschiebung des nutzbaren Tages Richtung Abend, Energie zu sparen, war nach der Ölkrise 1973 ausschlaggebend gewesen. Allerdings ist ebendieses Argument von Experten mehrfach widerlegt worden.

Denn der Einsparungseffekt hebt sich auf, verkehrt sich bisweilen sogar ins Gegenteil: Die Menge an Energie, die abends durch Nutzung von Tageslicht anstatt elektrischem Licht eingespart wird, ist oftmals geringer als der Energieaufwand, der für Heizkraft in der Morgenstunde aufgebracht werden muss. Mit diesem Gleichnis – und den dahinterstehenden statistischen Beweisen – versuchen Experten seit Einführung der Sommerzeit, Politiker vom Unsinn der Zeitumstellung zu überzeugen.

Auswirkungen auf den menschlichen Organismus

Rückhalt bekommen sie besonders durch Ärzte und Wissenschaftler, die sich mit den Auswirkungen des verschobenen Rhythmuses auf den menschlichen Organismus befassen. Bekannt ist der Effekt, dass eine Stunde mehr oder weniger den gesamten Tagesablauf verrückt. Für viele ist es schwer, sich nach gewohnter Schlafenszeit eine Stunde früher oder später ins Bett zu quälen. Verschiedene Untersuchungen belegen, dass sich an den ersten Werktagen nach der Umstellung, deutlich mehr Verkehrsunfälle und Arbeitsversäumnisse ereignen.

Darüber hinaus leidet unbewusst der gesamte menschliche Organismus unter den halbjährig veränderten Bedingungen. Besonders der Hormonspiegel muss sich umstellen – was zum Teil mehrere Wochen dauern kann. Ob diese Schwierigkeit allein schon krankheitsfördernd ist, wurde jedoch noch nicht bewiesen.

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