Geranien, Kakteen und Kübelpflanzen

Wie Pflanzen richtig überwintern

Geranien zurückschneiden und dunkel lagern

Unter der Bezeichnung Geranien werden im Handel und in der Umgangssprache eigentlich Pelargonien gemeint. Die beiden Pflanzenarten sind zwar miteinander verwandt, bilden unter den Storchschnabelgewächsen jedoch unterschiedliche Gattungen. Die Pelargonien sind mehrjährige Pflanzen, die ursprünglich aus dem südlichen Afrika stammen und deswegen hierzulande nicht ausreichend winterhart sind.

Deswegen müssen vor beginnendem Frost, Ende Oktober, Anfang November, zunächst die Triebe bis auf zwei bis drei verdickte Knoten pro Seitentrieb zurückgeschnitten werden. Da die Blätter für Schädlingsbefall und Krankheiten besonders anfällig sind, sollten auch diese entfernt werden. Nun werden die Pflanzen vorsichtig ausgetopft und die lose Erde entfernt. Dabei sollten die Feinwurzeln nicht zu sehr beschädigt werden.

Anschließend können die Pelargonien in lockeren Bündeln von drei bis vier Pflanzen zusammen in einen Topf gegeben und mit einem Gemisch aus Sand und Blumenerde leicht bedeckt werden. Die Einlagerung sollte an einem hellen Platz bei einer Temperatur von fünf bis zehn Grad Celsius erfolgen. Besonders bei lichtarmen Winterquartieren empfiehlt es sich, die Temperatur niedrig zu halten, um ein vorzeitiges Austreiben zu verhindern. Bis zum erneuten Auspflanzen im Frühjahr müssen die Pflanzen leicht feucht gehalten werden.

Kakteen nicht gießen und düngen

Auch für Kakteen ist es Ende Oktober, Anfang November Zeit für einen Umzug ins Winterquartier. Nach einer Reinigung der Schalen und Töpfe können Kakteen bei zwei bis zehn Grad Celsius gelagert werden, wobei die anspruchslosen Pflanzen mit nur wenig Licht gut zurechtkommen.

Der Winter ist die Ruhezeit der Kakteen, während dieser Phase sollte auf keinen Fall gegossen oder gedüngt werden.

Erst im März oder April erfolgt eine erneute Unterbringung an sonnigen Stellen. Anfangs reicht es, die Kakteen mit feinem Wassernebel zu besprühen. Richtig gegossen werden Kakteen erst nach mehrtägigen Wärmeperioden.

Wenn die Pflanzen den Winter über nur wenig Licht hatten, müssen sie sich im Frühjahr erst langsam wieder an die Sonne gewöhnen. Die ersten ein bis zwei Wochen sollten Kakteen also schattiert gelagert werden, um einen „Sonnenbrand“ zu vermeiden. Wurde alles richtig gemacht, danken es die Kakteen mit besonders prachtvollen Blüten.

Exotische Kübelpflanzen wie Oleander, Lorbeer und Zitrusarten

Auch Oleander, Lorbeer und Zitrusarten halten Winterruhe und dürfen nicht zu dunkel lagern. Unterstützt wird die Ruhephase durch niedrige Temperaturen von fünf bis zehn Grad Celsius, zum Beispiel in kühlen Wintergärten, hellen unbeheizten Kellerräumen oder Treppenhäusern. Je kühler die Temperatur ist, desto dunkler kann der Raum sein, jedoch sollte die Temperatur fünf Grad Celsius nicht langfristig unterschreiten.

Engelstrompete, Fuchsie und andere laubabwerfende Kübelpflanzen können bei niedriger Temperatur auch ohne Licht überwintern, und sollten schon vor dem Einlagern zurückgeschnitten werden.

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