Mitt Romney in Umfragen leicht hinter Obama

US-Wahl: Experten erwarten zweite Amtszeit Obamas

Präsident

Barack Obama strebt eine zweite Amtszeit als Präsident der USA an. (Bild:Pete Souza/Wikipedia unter CC BY 3.0)

Wird Romney der 45. Präsident der USA?

Der Wahlkampf ist vorbei, jetzt heißt es für Obama und Romney Abwarten, wie sich die amerikanischen Bürger entscheiden. Auf der einen Seite steht der Demokrat Barack Obama, der in den vergangenen vier Jahren das Weiße Haus bewohnen durfte. Auf der anderen Seite steht sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney, der gerne der 45. Präsident der Vereinigten Staaten werden will. In den letzten Wochen buhlten die Kontrahenten um die Stimmen der unentschlossenen Wähler und kritisierten die Politik ihres Gegners.

Für die Zeitungen Amerikas steht der Sieger bereits fest. Im Gegensatz zu ihrem deutschen Pendant geben die Zeitungen in den USA eine Empfehlung für ihre Leser aus. Dabei sprachen sich 41 der 100 größten Verlagsblätter für Obama aus. Herausforder Romney überzeugte 35 Zeitungen von seiner Kompetenz und liegt in der Gunst nur knapp hinter dem Amtsinhaber. Eine Besonderheit sticht dabei ins Auge: Ein dutzend Zeitungen, die 2008 für Obama stimmten, entschieden sich im Wahljahr 2012 für den republikanischen Kandidaten. Im Verlagswesen ist der Stern des ersten schwarzen Präsidenten bereits gesunken.

Große Sender berichten über kleine Dörfer

Dixville-Notch und Hart´s Location treten nur alle vier Jahre in den weltweiten Fokus. Traditionell geben die kleinen Orte bereits kurz nach Mitternacht ihre Stimmen ab und verkünden sofort das Ergebnis ihrer Wahl. In diesem Jahr entschied sich Hart´s Location mit 23:9 für Obama, in Dixville-Notch gab es für die Kandidaten ein Unentschieden. Die Auszählung in den kleinen Dörfern übertrug der Nachrichtensender CNN live. Ein gutes Omen für Obama, der auch in anderen Regionen leicht vor Romney liegt.

Besondere Aufmerksamkeit schenken die Herausforder den sogenannten „Swing-States“, die sich noch für keinen Kandidaten entschieden haben. Dazu zählen neun Staaten, die den Ausgang der Präsidenten-Wahl entscheidend prägen. Nach Umfragen der Plattform „RealClearPolitics“ kann Obama die Regionen Ohio, Virginia, New Hampshire, Wisconsin, Iowa, Nevada und Colorado für sich entscheiden. Mitt Romney liegt nur in Florida und North Carolina vor dem Amtsinhaber. Zählt man diese Ergebnisse zu den bereits eingeplanten Wahlmänner-Stimmen der anderen Staaten hinzu, erreicht Obama ein Ergebnis von 303 Stimmen. Für seinen republikanischen Herausforderer entfallen 235 Stimmen. Das würde bedeuten, dass Obama für weitere vier Jahre im Amt bestätigt wird.

US-Wahl

Mitt Romney ist der Kandidat der Republikaner im Kampf um das Amt des Präsidenten. (Bild: Gage Skidmore/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Ein deutscher Präsident in Texas

Für die Anwälte beider Seiten ist der vermutlich knappe Ausgang eine wahre Goldgrube. Bereits im Vorfeld der Wahl wurde bekannt, dass im Falle eines engen Ergebnisses die Anwälte auf die Matte treten und die Stimmauszählung anfechten. Dabei liegt der Fokus der Advokaten besonders auf der computerbasierten Stimmabgabe, die bereits in den vergangenen Wahljahren für Chaos und Verzweiflung bei den Stimmzählern sorgte.

Spätestens seit dem Gewinn des NBA-Titels ist Dirk Nowitzki einer der Stars in Amerika. Das zeigte sich nun auch bei einer Umfrage der „Dallas Morning News“. Die Redaktion der Sendung entwarf eine eigene Präsidenten-Wahl und stellte vier fiktive Kandidaten auf. Am Ende der 24-stündigen Abstimmung lag der deutsche Basketballprofi mit 61,11 Prozent der Stimmen klar vor seinen Kontrahenten. In Texas gilt also: Nowitzki For President.

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