Liebe und andere Tragödien

Tolstois „Anna Karenina“ startet mit Starbesetzung

Von 1873 bis 1878 arbeitete Lew Tolstoi an seinem achtbändigen Romanepos. Bereits mehrfach verfilmt wagen jetzt der britische Regisseur Joe Wright („Wer ist Hanna“, „Der Solist“) und Drehbuchautor Tom Stoppard („Shakespeare in Love“) eine Neuinterpretation des mächtigen Stoffes.

Liebe in Russland zur Zarenzeit

„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich.“ Dieser Kernsatz aus Tolstois Roman beschreibt auch den Film mehr als treffen.

Erzählt wird die Geschichte dreier Familien des russischen Adels am Ende des 19. Jahrhunderts, deren Schicksale ineinander verwoben sind. Im Mittelpunkt stehen Fürst Alexei Karenin (Jude Law) und dessen Frau Anna Karenina (Keira Knightley). Diese beginnt eine Liebesaffäre mit Graf Wronski (Aaron Taylor-Johnson). Für die Titelheldin wird daraus eine Frage der eigenen Existenz, da sie sich zwischen ihrem Geliebten und ihrem Sohn entscheiden muss.

Ein Epos mit Starbesetzung

Aaron Johnson September 2010

Aaron Johnson spielt Graf Wronski, den Geliebten von Anna Karenina im gleichnamigen Film. (Bild: Nick Step/Wikipedia unter CC BY 2.0)

Keira Knightley – die britische Schauspielerin ist vor allem seit ihrem Auftritt an der Seite von Captain Jack Sparrow aus „Fluch der Karibik“ ein Begriff. Mit Regisseur Joe Wright arbeitete sie bereits bei „Stolz und Vorurteil“ und „Abbitte“.

Auch Jude Law ist in der Welt des Kinos kein Unbekannter. So war der ehemalige „Sexiest Man Alive“ beispielsweise als „Doktor Watson“ an der Seite von Robert Downey Junior in „Sherlock Holmes“ und „Sherlock Holmes – Spiel im Schatten“ oder in „360“ auf der Leinwand zu bewundern. Der 22 Jahre junge Aaron Taylor-Johnson stand schon mit 13 Jahren für „Shanghai Knights“ vor der Kamera.

Premiere hatte „Anna Karenina“ am 7. September im kanadischen Toronto auf dem dort stattfindenden „International Film Festival“. In den Vereinigten Staaten ist der Film seit dem 16. November zu sehen. Noch bevor der Film in den deutschen Kinos zu sehen ist, spaltet er die Kritikerschar.

Während ihm die einen das Prädikat „besonders wertvoll“ verleihen, sprechen andere gar von einer großen Enttäuschung. Um sich selbst ein Bild zu machen, müssen sich die deutschen Kinogänger noch bis zum 6. Dezember gedulden.

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