Mobile Strategie setzt sich fort

Facebook plant den Kauf des Messengers Whatsapp

Kommunikation

Auf fast allen modernen Smartphones läuft Whatsapp und wird täglich genutzt. (Bild: Paul Martin Lester/Wikipedia unter CC BY 3.0)

Milliarden Nachrichten werden über Whatsapp verschickt

Die Zahlen sind mehr als beeindruckend: 100 Millionen Nutzer verschicken täglich zehn Milliarden Nachrichten über den Messenger Whatsapp. Eine riesige Gemeinde greift auf den (fast) kostenlosen Dienst zurück, der die Anzahl der verschickten Nachrichten im letzten Jahr verzehnfachte. Diesen Erfolg erreichte das Unternehmen in nur drei Jahren und mit wenigen Mitarbeitern. Das blieb auch Facebook nicht verborgen. Das soziale Netzwerk bemüht sich laut dem Technik-Blog „Techcrunch“ um eine Übernahme des Messengers.

Zwar hat Facebook auch einen eigenen Messenger im Portfolio. Doch dieser kann mit der Konkurrenz von Whatsapp nicht mal ansatzweise mithalten. In einem Interview beschrieb Mark Zuckerberg die Strategie für die kommenden Jahre und berichtete, dass der mobile Markt im Fokus von Facebook steht. Deshalb erscheinen die Übernahme-Gerüchte plausibel. Mit Whatsapp könnte das soziale Netzwerk auf einen Schlag den mobilen Nachrichten-Markt übernehmen und die Konkurrenz dank der eigenen User in die Schranken weisen.

Angst vor einer Veränderung von Whatsapp

Auch das nötige Kleingeld hätte das Unternehmen zur Verfügung. Der Börsengang spülte mehrere Milliarden Dollar in die Kassen von Facebook. Doch die mögliche Übernahme ist nicht nur von positiven Berichten begleitet. Die Angst vor einer Veränderung des Messengers durch Facebook ist groß. Denn eines ist klar. Zuckerberg kauft Whatsapp nicht, um Prestige zu erhalten. Es geht um Geld und darum, die Werbeerlöse im mobilen Segment zu steigern.

Internet

Mit der Übernahme verschärft sich der Kampf zwischen Facebook und Google. (Bild:Fan Yang/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Deshalb ist es möglich, das Facebook Werbung in der App schaltet oder diese endgültig kostenpflichtig werden lässt. Eine bezahlte App, die Millionen von Usern nutzen, könnte Zuckerberg aus der Abhängigkeit von Werbeeinnahmen entkommen lassen. Auch die Nutzung der persönlichen Daten durch das Unternehmen steht im Fokus. Bisher greift Whatsapp nur auf die Telefonnummer der Nutzer zurück. Doch mit der Übernahme befürchten viele User auf Twitter, dass auch andere Daten durch Facebook zur individualisierten Werbung genutzt werden.

Angriff auf Google setzt sich fort

Bisher stehen all die Vermutungen noch in den Sternen. Doch eines ist klar: Durch die Übernahme steigert Facebook nicht nur seine Position im mobilen Segment, sondern stärkt seine Position im Social-Media-Bereich. Auch der Angriff auf Google und der damit verbundene Kampf um die Spitzenplatzierung im Internet, nimmt durch den Kauf von Whatsapp neue Fahrt auf. Eine spannende Konstellation, bei der ein junges Messaging-Unternehmen eine wichtige Position besitzt.

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