Kartendienste

Google Maps sind zurück auf Apples iPhone und iPad

In 29 Sprachen steht die neue App ab Donnerstag im App Store zum kostenlosen Download bereit. Wie auch die Android-Version dient Google Maps nicht nur zur Navigation.

Dank Streetview und der Anbindung an Googles riesige Datenbank stehen den Nutzern Informationen zu Millionen Restaurants, Geschäften, Kultureinrichtungen und Sehenswürdigkeiten zur Verfügung.

Schnellere Karten und Stauservice

Eine entscheidende Neuerung zur letzten Version für iOS ist der Umstieg auf schnell zu ladende Vektorgrafiken anstelle der wesentlich datenlastigeren Bitmaps. Angepasst ist die App dabei aber vorerst nur auf das iPhone. Eine Umsetzung auf das größere Display des iPad hat Google für einen späteren Zeitpunkt versprochen.

Wer möchte, kann etwa der App die Weitergabe seiner Geo-Daten erlauben. Anonymisiert nutzt Google diese Daten dazu, Staus vorherzusagen. Dazu fließt beispielsweise die Positionsänderung von Smartphones eine Rolle. Melden beispielsweise viele Geräte im selben Gebiet „Stillstand“ kann auf eine Verkehrsstörung geschlossen werden. Wer über ein Google+ Konto verfügt, kann seine dort geschriebenen Bewertungen in den Kartendienst.

Zwei Änderungen gegenüber der Android-Version müssen Apple-Nutzer allerdings verschmerzen. Denn zum einen lässt sich die Suche nicht per Spracheingabe starten. Zum anderen können die Karten bisher nicht gespeichert werden, um sie später offline zu nutzen.

Fehde zwischen zwei Giganten

Mit dem Erscheinen des iPhone 5 kam im September auch Apples eigener Kartendienst. Damit verbannte der Konzern die Software des Konkurrenten Google von seinen Geräten. Doch seither häufen sich die Fehler in der Karten-App. Höhepunkt war die vor Kurzem ausgesprochene Warnung der australischen Polizei, dass Apples Kartendienst unter Umständen in eine lebensbedrohliche Situation führen könne.

Die Fehde zwischen den beiden Konzernen schwelt dabei schon seit Jahren. Der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs drohte dabei dem Konkurrenten gar mit „thermonuklearem Krieg“. Grund war die Entscheidung Googles im Jahr 2008 sein eigenes Smartphone-Betriebssystem Android zu veröffentlichen und damit in direkte Konkurrenz zum ehemaligen Kooperationspartner Apple zu treten.

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