Das ist neu!

Rente, Rundfunkbeitrag, Auto – Das ändert sich 2013

Unisex – Tarife und neue Bemessungsgrenzen

Auch wenn am 21. Dezember 2012 die Welt wohl nicht untergehen wird – für viele Deutsche tritt an diesem Tag eine wichtige Änderung in Kraft. Denn nach einem Beschluss der EU dürfen Versicherungen dann nicht mehr das Geschlecht in ihre Tarifberechnung einfließen lassen. Die sogenannten Unisex Tarife sollen zur Gleichstellung von Mann und Frau beitragen.

Auf den niedrigsten Stand seit 1995 wird der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung gesenkt. Ab dem kommenden Jahr beträgt dieser 18,9 anstelle der aktuellen 19,6 Prozent vom Bruttoeinkommen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag auch weiterhin zur Hälfte.

Für Arbeitslosenversicherung und gesetzliche Krankenversicherung steigen ab 2013 die Beitragsbemessungsgrenzen. Im Klartext bedeutet dies, dass der Beitrag für die Arbeitslosenversicherung künftig erst bei einem Bruttoverdienst über 5.800 bzw. 4.900 Euro pro Monat (alte / neue Bundesländer) nicht mehr steigt.

Bei der Krankenversicherung wird diese Grenze von 3.825 auf 3.937,50 Euro angehoben. Außerdem steigt hier auch die Pflichtversicherungsgrenze. Wer weniger als 4.350 Euro monatlich verdient, muss künftig in die gesetzliche Versicherung einzahlen.

Euroregen

Ab 2013 können Minijobber 450 anstatt bisher 400 Euro dazuverdienen. (Bild: aboutpixel.de / Sebastian Röske)

Mehr Geld und Rentenversicherung für Minijobber

Wer einem sogenannten Minijob nachgeht, darf ab kommendem Jahr mehr verdienen. Die Grenze wird von 400 auf 450 Euro monatlich erhöht. Außerdem besteht für neue Minijobs Rentenversicherungspflicht.

Damit erhalten auch geringfügig Beschäftigte Anspruch auf Altersrente, Rehabilitationsleistungen des Rententrägers und qualifizieren sich für die Riesterförderung. Per schriftlichem Widerspruch kann man sich davon aber befreien lassen.

Zwei Gebühren gehen, eine neue kommt

Bisher mussten bei Arzt- oder Zahnarztbesuchen einmal im Quartal 10 Euro entrichtet werden. Diese Praxisgebühr entfällt ab Beginn des neuen Jahres.

Auch die geräteabhängige GEZ-Gebühr wird eingestellt. Ersetzt wird sie durch den Rundfunkbeitrag. Ab 2013 gilt „Ein Haushalt, ein Beitrag“. So sind für jede Wohnung pauschal 17,98 Euro im Monat zu entrichten. Wie viele Personen dort leben und wie viele Rundfunkgeräte, Handys oder Computer vorhanden sind, ist dabei unerheblich.

Führerschein erhält Verfallsdatum

Ab dem 19. Januar 2013 gibt es Führerscheine nur noch mit Verfallsdatum. Statt unbegrenzter Laufzeit ist das Dokument nur noch 15 Jahre gültig und muss danach erneuert werden. Eine erneute Fahrprüfung ist aber nicht nötig. Wer schon einen Führerschein hat, muss diesen erst 2033 umtauschen.

Falsch parken wird im kommenden Jahr um 5 Euro teurer. Dasselbe gilt für das Überziehen der Parkzeit. Um die Kraftstoffpreise transparenter werden zu lassen, nimmt die Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt ab Januar ihre Arbeit auf. Dort soll ein Online-Informationssystem über die aktuellen Preise an den Tankstellen entstehen.

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