Vorentscheid mit zwölf Künstlern

ESC 2013: Söhne Mannheims gegen Dance und Ska

Der Eurovision Song Contest 2013 ohne Stefan Raab

Spätestens seit dem Erfolg von Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest ist der größte kontinentale Gesangswettbewerb auch in Deutschland wieder eine große Nummer. In den letzten Jahren kümmerten sich Stefan Raab, ProSieben und die ARD um die Nominierung und Austragung des ESC. Doch die erfolgreiche Kooperation findet im nächsten Jahr keine Fortsetzung. Raab zieht sich aus dem Wettbewerb zurück und die ARD ist federführend für die Ausrichtung verantwortlich.

Jetzt gab der Sender die Künstler bekannt, die im nächsten Jahr um das Ticket nach Malmö kämpfen. Nach dem Erfolg der schwedischen Künstlerin Loreen findet der Eurovision Song Contest 2013 in der skandinavischen Metropole statt. Dabei gelten die Söhne Mannheims als große Favoriten auf den Einzug ins Finale. Bekanntheit erlangte die Band durch die Auftritte mit Xavier Naidoo und den Liedern „Und wenn ein Lied“ und „Geh davon aus“, die auf der Spitzenposition der Charts zu finden waren.

Vier Favoriten und ein Exot

Doch konkurrenzlos fährt die Kombo nicht nach Schweden. Elf andere Künstler wollen die Jury und das Publikum mit ihren Beiträgen überzeugen. Dabei bildet das Teilnehmerfeld ein buntes Konglomerat aus verschiedenen Genres. Die Kategorie „Dance“ repräsentiert die Band Cascada. Frontsängerin Natalie Horler sehen die Zuschauer allerdings nicht nur beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest, sondern auch als Jury-Mitglied der Casting-Show „Deutschland sucht den Superstar“.

Ein anderes Duo hat den Weg über die Casting-Show „X-Factor“ genommen. Bei Nica und Joe verschmelzen Pop und Klassik zu einem einzigartigen Klanggemisch. Die zarte Stimme von Nica begleitet Joe mit seiner Stimmgewalt, die jedes Opernhaus der Welt ausfüllen kann. In eine ganz andere Richtung geht die Musik von LaBrassBanda. Die Bläsercombo aus Chiemgau lädt zum Feiern ein, wenn sie mit Trompete und Tuba Reggae und Ska aufleben lassen.

Eurovision Song Contest

Die Priester feat. Mojca Erdmann verbreiten Glaube und das Christentum in ihren Liedern. (Bild:Bild: NDR/Universal/Christian Barz)

Christliche Musik für Europa

Diese vier Bands haben wohl die größten Chancen, zum Eurovision Song Contest 2013 nach Malmö zu fahren. Die sieben anderen Teilnehmer fallen unter die Kategorie Außenseiter, die den Vorentscheid vor allem dazu nutzen, ihre eigene Bekanntheit zu steigern. Die Blitzkids mvt aus Berlin stehen für Elektro-Pop, der in erster Linie die junge Generation anspricht. Auch Ben Ivory mischt Elektro mit anderen Genres. Dabei setzt der Solo-Künstler auf den Stil der 80er Jahre, der Kenner sofort an Depeche Mode erinnert.

Kein Künstlername, sondern echte Berufe finden sich bei den „Priestern“ wieder. Die drei Bandmitglieder sind auch im echten Leben Priester. Mit ihrem Song „Ave Maris Stella“ verkünden die Männer mit Hilfe von Opernsängerin Mojca Erdmann den christlichen Glauben. Die Band stellt die Exoten unter den Teilnehmern dar. Aufgefüllt wird das Teilnehmerfeld mit Saint Lu, Mobilée, und Finn Martin.

Ein zwölfter Teilnehmer fehlt allerdings noch. Vielleicht hat sich die „ARD“ das Beste zum Schluss aufgehoben. Erfahren werden es die Zuschauer spätestens am 14. Februar, wenn die Künstler gegeneinander antreten, um „Unseren Song für Malmö“ zu finden. Und vielleicht lässt sich auch ohne Stefan Raab ein großer Erfolg für Deutschland einfahren.

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