Gratis Spiele enthalten Trojaner

Botnetz verschickt Spam-SMS mit gefährlichen Links

Trojaner

Das Botnetz versendet nicht nur Spiele, sondern auch Trojaner, die hohe Kosten verursachen. (Bild:Ross Burgess/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Trojaner verwischt seine Spuren

Die eigentliche Gefahr geht dabei von den Kosten aus, die bei den Betroffenen entstehen. Im ersten Schritt empfangen die Smartphone-Nutzer eine SMS, die ihnen ein modernes Handy-Spiel gratis anpreist. Meist gehören die Spiele Angry Birds und Need For Speed dazu, die als sehr beliebt gelten. In der Nachricht verbirgt sich auch ein Link, der zum Download führt. In vielen Fällen installiert sich bei dessen Betätigung auch das angebotene Spiel, doch im Hintergrund schleicht sich ein Trojaner ein, der sofort seine Spuren verwischt.

Der User befindet sich in Unwissen über die gefährliche Malware. Das nutzt der Schädling aus und beginnt mit einem Command-And-Control-Server zu kommunizieren. Dieser schickt dem Trojaner 100 Mobilfunk-Nummern, die er dann autark und ohne Kenntnis des Smartphone-Besitzers anschreibt. Die böse Überraschung kommt dann in den meisten Fällen bei der nächsten Rechnung, die aufgrund der SMS-Welle besonders hoch ausfällt. Doch auch nach der Abarbeitung der 100 Nummern ist der Spuk noch nicht vorbei.

User und Mobilfunk-Anbieter betroffen

Der Trojaner teilt dem Server mit, wann er seine Arbeit abgeschlossen hat und erhält daraufhin eine neue Liste. Es entsteht ein Teufelskreis und vor allem ein Schneeball-System, das in kürzester Zeit Tausende Smartphones befällt. Aktuell beschränkt sich der Server auf amerikanische Handy-Nummern. Nicht nur die User leiden unter dem Schädling, auch die Mobilfunk-Anbieter kämpfen mit Problemen.

Durch die erhöhte Auslastung verlangsamt sich das Funknetz und bremst die Kunden ein. Mobiles Surfen wird zur langwierigen Angelegenheit und auch Abbrüche von Telefonaten sind die Folge. Das Sicherheitsunternehmen „Lookout“, das als Entdecker des Botnetzes gilt, rät den Kunden deshalb zur Vorsicht.

Das Anklicken von unbekannten Links sollte vermieden werden. Und auch Apps, die besonders viele Zugriffsrechte besitzen, könnten einen Trojaner enthalten. Im Google Play Store haben User die Möglichkeit, diese einzusehen und gegebenenfalls auf eine Installation zu verzichten. Aktuell befällt die Malware nur Android-Handys, doch auch iPhone- und Windows Phone-Besitzer rät „Lookout“ zur Vorsicht.

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