Weg vom Öl

EU will Elektroauto zum Durchbruch verhelfen

Elektroauto

Die Technik ist bereit, nur die Fahrer fehlen noch (Bild: Petair – Fotolia.com)

Der Kaufanreiz fehlt

Dass sich die Elektroautos nicht zufriedenstellend verkaufen lassen, gilt nicht nur für Deutschland, sondern betrifft ebenfalls das europäische Ausland. Ein Grund ist darin zu sehen, dass es einfach zu wenig E-Tankstellen gibt, bei denen die Elektrofahrzeuge wieder aufgetankt werden können. In Deutschland sind es zurzeit gerade knappe 2.000 Ladestationen.

Völlig unzureichend, wie auch die EU-Kommission in Brüssel befand. Denn dort wurde sich nun zum Ziel gesetzt, binnen der folgenden acht Jahre die Anzahl auf 150.000 Stationen auszuweiten. Die wichtigste Voraussetzung für den Ausbau sind jedoch die Baugenehmigungen für die neuen E-Tankstellen. Ebenso wurde die Einheit des Ladesteckers festgelegt, die dann europaweit gültig sein wird. Hierbei handelt es sich um den, in Deutschland schon längst gebräuchlichen Standard „Typ 2“.

Die Erwartungen der EU sind groß

Geht es nach dem Willen der EU-Länder, dann sollen in Frankreich im Jahr 2020 bereits zwei Millionen Elektroautos unterwegs sein. Spanien hofft dabei sogar auf 2,5 Millionen. Deutschland hingegen hält den Ball flach und wagt eine erste Prognose von rund einer Million Elektroautos auf seinen Straßen. Dennoch soll nun der gesamte, europäische Verkehr immer unabhängiger vom Erdöl gemacht werden.

Auch Autogas wird weiter ausgebaut

Für Fahrer von Erdgas-Autos gibt es ebenfalls gute Nachrichten. Auch hier soll der Ausbau der Gaszapfsäulen in den nächsten Jahren weiter vorangetrieben werden. Geplant ist, dass alle 150 Kilometer eine Zapfsäule vorhanden sein wird. Mit dieser Maßnahme wollen die Verantwortlichen bewirken, dass sich mehr Verbraucher für den Kauf eines umweltfreundlichen Autogaswagens entscheiden.

Die Ausbaukosten amortisieren sich über Einsparungen

Die EU-Kommission bezifferte die Kosten für den kompletten Ausbau auf etwa 10,5 Millionen Euro. Dies mag im ersten Moment viel klingen, jedoch soll sich der Ausbau schon dadurch rentieren, dass wesentlich geringere Ölimporte nötig werden. Prognosen zufolge lassen sich pro Jahr bis zum Jahr 2030 2,3 Milliarden Euro einsparen.

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