Steven Spielberg enttäuscht

Christoph Waltz zum Zweiten – Die Oscars im Überblick

Django Unchained gewinnt den Oscar für den besten Nebendarsteller

Bereits zum zweiten Mal kürte die Oscar-Jury Christoph Waltz zum besten Nebendarsteller. (Bild: Zadi Diaz/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

„Du überwindest den Berg, weil du keine Angst vor ihm hast; Du besiegst den Drachen, weil du keine Angst vor ihm hast und du gehst durch das Feuer, weil es sich lohnt.“ Mit diesen Worten bedankte sich Christoph Waltz bei seinem Regisseur Quentin Tarantino. Gleichzeitig stellte die Oscar-Rede nach dem Gewinn der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ eine Hommage an seine Figur dar; die gleichen Worte sprach sein Charakter Dr. King Schultz in dem Sklavenfilm Django Unchained.

Tarantino freute sich jedoch nicht nur über die Worte seines Schauspielers, sondern jubelte auch selbst über den Gewinn. Für das beste Drehbuch zeichnete ihn die Jury der Academy Awards mit dem begehrten Oscar aus.

Michelle Obama kürt den besten Film

Christoph Waltz kann damit den zweiten Oscar in seine Vitrine stellen. Bereits für seine Rolle in Inglorious Basterds gewann er in der gleichen Kategorie. Der beste Film des vergangenen Jahres stammt von Ben Affleck. Sein Geiseldrama „Argo“ wurde von Michelle Obama per Live-Schaltung prämiert. Der Film erzählt eine Episode aus der Geiselnahme von Teheran, die im Jahr 1979 stattfand. Gleichzeitig prämierte die Jury Argo mit den Preisen für das beste adaptierte Drehbuch und den besten Schnitt. Mit drei Trophäen war der Film jedoch nicht der Hauptgewinner des Abends.

„Life Of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ gewann in insgesamt vier Kategorien. Regisseur Ang Lee freute sich am Ende über die Auszeichnungen für die beste Regie, die beste Musik, die beste Kamera und die besten Effekte. Einen weiteren Rekord verbuchte Daniel Day-Lewis. Der Brite wurde bereits zum dritten Mal zum besten Hauptdarsteller gekürt. Mit der gleichnamigen Rolle in dem Film „Lincoln“ von Steven Spielberg setzte er sich gegen Joaquin Phoenix, Denzel Washington, Bradley Cooper und Hugh Jackman durch.

Spielberg mit nur zwei Oscars

Spielberg geht trotz des Gewinns als Verlierer des Abends in die Oscar-Geschichte ein. Mit zwölf Nominierungen gestartet, reichte es am Ende gerade einmal für zwei Auszeichnungen. Neben dem besten Hauptdarsteller lobte die Jury auch das Szenenbild seines Historien-Dramas. Und dann war da noch Michael Haneke. Der Österreicher war der zweite deutschsprachige Gewinner des Abends. Sein Film „Liebe – Armour“ überzeugte die Jury vor allem in der Kategorie „Bester ausländischer Film“.

Am Ende des Abends bleibt die Erkenntnis, dass die Zeit der großen Blockbuster aktuell vorbei ist. Filme wie „Titanic“, „Ben Hur“, „Vom Winde verweht“ und der“ Herr der Ringe“ heimsten zehn oder mehr Trophäen ein. In den letzten Jahren zeigt sich die Jury jedoch diplomatisch und legt den Fokus auf mehrere Filme. Die Oscars öffnen sich gleichzeitig auch dem jüngeren Publikum. Besonders Moderator Seth MacFarlane sollte mit seinem Humor die angestaubte Veranstaltung aufwecken. Direkt zu Beginn des Abends sorgte er mit einer Musical-Nummer für Auflockerung. Man kann gespannt sein, was die Organisatoren der Oscars für die nächsten Jahre planen.

Die Oscar-Gewinner 2013 im Überblick
Bester Film Argo
Bester Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis
Beste Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence
Bester Nebendarsteller Christoph Waltz
Beste Nebendarstellerin Anne Hathaway
Bestes Drehbuch Django Unchained
Beste Filmmusik Adele – Skyfall
Bester ausländischer Film Liebe – Amour
Bester animierter Film Merida
Beste Effekte Life Of Pi – Schiffbruch mit Tiger

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