Teilen und Sparen

Carsharing bei Deutschen immer beliebter

Ein Fahrzeug, mehrere Nutzer

Beim Carsharing werden Autos organisiert gemeinschaftlich genutzt. Dazu muss man sich als Autofahrer in einem Carsharing-Verein anmelden. Jedes Mitglied erhält von seinem örtlichen Anbieter ein Zugangsmedium in Form eines Schlüssels oder einer Karte und kann so jederzeit alle Kraftfahrzeuge nutzen. Zuvor muss die Fahrt lediglich per Telefon oder Internet gebucht werden. Die Fahrzeuge befinden sich in jeder Stadt an verschiedenen Stationen. Nach der Nutzung müssen sie dorthin wieder zurückgebracht werden.

Auto-Versicherung

Carsharing schont die Umwelt und den Geldbeutel (Bild: Ingor Normann – Fotolia)

Die Idee des Carsharing kam auf durch die Erkenntnis, dass viele Autos täglich nur eine Stunde bewegt werden. Vor allem in Städten mit einer guten Infrastruktur und teuren Parkplätzen lohnt sich ein eigenes Fahrzeug oft nicht. Dem Wunsch vieler Menschen, trotzdem hin und wieder individuell mobil sein zu können, wurde mit Carsharing als Alternative zum eigenen Wagen nachgekommen.

Unterschiede zum Mietwagen

Im Gegensatz zur Autovermietung können freie Autos beim Carsharing jederzeit und eigenständig genutzt werden. Die Buchung kann also auch kurzfristig erfolgen und es sind keine weiteren Formalitäten notwendig. Zudem ist es das Ziel von Carsharing, Autos sparsam zu nutzen. Aus diesem Grund wird nach gebuchter Zeit und gefahrenen Kilometern abgerechnet. Freikilometer, wie sie einige Autovermietungen anbieten, gibt es beim Carsharing nicht. Dafür sind aber auch kurze Zeitspannen kein Problem.

Carsharing
Merkmale
  • Autos sind rund um die Uhr buchbar
  • kurzfristige Nutzung möglich
  • Abrechnung erfolgt nach Nutzungsdauer
  • einmalige Anmeldung genügt

Für wen sich Carsharing lohnt

Das Autoteilen macht vor allem dann Sinn, wenn man nur selten oder unregelmäßig und nur für kurze Strecken ein Auto braucht. Denn dann ist es kostengünstiger, als einen eigenen Wagen zu besitzen und unterhalten zu müssen. Deswegen kann Carsharing auch als Zweitwagenersatz dienen. Außerdem bietet es die Möglichkeit, Fahrzeuge für unterschiedliche Transportbedürfnisse nutzen zu können. Da sich die meisten Stationen in Großstädten befinden, lohnt sich die Anmeldung bei einem Carsharing-Anbieter hauptsächlich dort.

Wer hingegen regelmäßig mit dem Auto zur Arbeit fährt und es dort längere Zeit ungenutzt stehen lässt, profitiert nicht vom Carsharing-Prinzip, da jede Nutzungsstunde berechnet wird. Für solche Zwecke ist es günstiger, eine Fahrgemeinschaft zu bilden oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Neue Carsharing-Varianten

Immer mehr junge Leute wollen oder können sich kein eigenes Auto mehr leisten. Einer der Gründe, warum mittlerweile auch Autohersteller ins Carsharing-Geschäft einsteigen. DriveNow und Car2go verfolgen ein neues, flexibleres Konzept vom Autoteilen. Die Fahrzeuge sind im Stadtgebiet verteilt und werden per Smartphone geortet. Nach der Fahrt können sie einfach am Ziel stehen gelassen werden. Abgerechnet wird bei diesen Carsharing-Varianten pro Fahrminute.

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