Einkaufen im Web

Tipps für Sicherheit: Betrug beim Online-Shopping vorbeugen

Statistiken zeigen, dass immer mehr Deutsche über das Internet einkaufen. Online-Shopping bietet den Kunden viele Vorteile: Es ist einfach und schnell. Außerdem lassen sich Angebote mit nur wenigen Mausklicks vergleichen. Der Internetnutzer spart viel Zeit und Geld gegenüber der herkömmlichen Kaufabwicklung im Geschäft.

Zu Hause kann sich jeder sein Wunschprodukt in Größe, Form und Farbe aussuchen. Neben der unbegrenzten Auswahl wird die Bestellung auch noch bequem bis an die Tür geliefert.

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Beim Shoppen im Internet gibt es kaum Grenzen (Bild: Wavebreak Media LTD / fotolia)

Unseriöse Händler

Aber das praktische Einkaufen im Internet hat nicht nur Vorteile. Jedes Jahr gibt es tausende Berichte von Betrugsfällen. Unseriöse Händler verschicken die Ware sehr spät oder im schlimmsten Fall gar nicht, antworten nicht auf E-Mails oder vertrösten mit komischen Ausreden.

Falsche Lieferungen, versteckte Kosten und unsichere Bezahlvorgänge tragen ebenfalls zum Ärger der Kunden bei. Außerdem versuchen Betrüger immer wieder, Kartendaten und Passwörter auszuspionieren. Oftmals werden E-Mails im Namen von Internethändlern verschickt und Nutzer auf gefälschte Seiten gelockt, auf denen die Finanzdaten dann erfragt werden.

Tipps für mehr Sicherheit

Wer sich im Dschungel der Onlineangebote bewegt, sollte einige Sachen beachten, um Betrügern nicht auf den Leim zu gehen. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es zwar nicht, aber Onlinekäufer, die sich aufmerksam verhalten, werden selten Opfer von Internet-Betrug.

1. Sicheres Bezahlen

Am sichersten ist es, per Rechnung zu bezahlen, da die Ware erst nach Erhalt und sorgfältiger Überprüfung bezahlt werden muss. Auch Lastschriftverfahren sind zu empfehlen. Zwar müssen Kontodaten online versendet, bei Ärger kann die Abbuchung aber rückgängig gemacht werden. Auch Bezahlmethoden wie PayPal oder Giropay sind etabliert. Gegen den Missbrauch von Kreditkartendaten haben Visa und Mastercard einen zusätzlichen Passwortschutz eingeführt. Bei Online-Einkäufen nicht zu empfehlen ist die Bezahlung per Vorkasse. Seriöses ist es auch, wenn ein Händler mehrere Bezahlverfahren zur Auswahl stellt.

2. Sicheres Passwort

Für jeden Onlinezugang sollte man auch ein sicheres Passwort anlegen. Von Vorteil ist es, mehrere Passwörter zu verwenden und diese auch regelmäßig zu erneuern. Sichere Passwörter sind mindestens acht Zeichen lang und bestehen aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.

3. Sicher Surfen

Wer im Internet surft, sollte seinen Computer mit der aktuellen Browserversion, Virenschutzprogramm und Firewall schützen. Diese Schutzmaßnahmen erschweren es Betrügern, an Zugangsdaten zu gelangen.

4. Seriöse Anbieter

Seriöse Anbieter haben es nicht nötig, sich zu verstecken und informieren auf ihrer Seite ausführlich über allgemeine Geschäftsbedingungen, zusätzliche Kosten und nennen im Impressum ihre vollständige Firmenadresse. Keine Kontaktinformationen oder lediglich die Angabe eines Postfachs machen keinen guten Eindruck.

5. Zertifikate

In Deutschland haben sich verschiedenen Prüfstellen darauf spezialisiert, Online-Shops zu bewerten und mit einem Zertifikat auszuzeichnen. Getestet werden unter anderem Preistransparenz, Lieferbedingungen und Datenschutz. Wer die Kriterien erfüllt, wird als Trustes Shop, EHI oder mit dem TÜV-Siegel für sicheres Einkaufen um Internet ausgezeichnet.

6. Daten schützen

Persönliche Daten werden geschützt, wenn der Bestellprozess verschlüsselt übermittelt wird. Dies erkennt man an dem Vorhängeschloss-Symbol in der Adressleiste. Dieses Symbol garantiert, dass die Kontakt- und Kontodaten nur an den Anbieter gesendet werden. Zusätzlich sollten Onlinekäufer darauf achten, wo ein Häkchen gesetzt ist. Hinter „Ich möchte auch Angebote von Partnern erhalten“ kann sich der Weiterverkauf von Daten verbergen.

Betrug ist nicht der Normalfall

Zusätzlich ist es ratsam, bei sehr günstigen Preisen einen genaueren Blick auf die Zusatzkosten zu werfen. Zum Beispiel darauf, ob die Mehrwertsteuer enthalten ist oder wie hoch die Lieferkosten sind. Wer bei unbekannteren Händlern bestellt, sollte sich informieren, welche Erfahrungen andere Kunden mit diesem Anbieter gemacht haben.

Die Zeitschrift „Finanztest“ hat das Shoppen im Internet getestet und festgestellt, das Internet-Betrug zwar vorkommt, aber nicht der Normalfall ist. Es ist also nicht notwendig, Online-Dienste komplett abzulehnen, Verbraucher sollten lediglich nicht jedem Angebot blind vertrauen.

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