Highlights des Genfer Autosalons

Der 83. Genfer Autosalon – Vollgas statt Sparsamkeit

Audi RS 5 DTM - Premiere in Genf

Audi RS 5 DTM – Premiere in Genf (Bild: Audi)

Flaute? Von wegen!

Zur Freude Fans vierrädriger Vehikel sind ab morgen die Tore des Genfer Automobil Salons geöffnet. Von der bei vielen befürchteten Flaute der Branche, ist allerdings nicht zusehen. Die Hersteller setzen stattdessen besonders auf leistungsstarke und edle Modelle. Aber auch die alternativen Antriebe sind aufgrund der Klimaziele der EU ein großes Thema.

VW-Chef Martin Winterkorn hofft bei deren Umsetzung auf Schützenhilfe aus den oberen Etagen und meint: „… jetzt der richtige Zeitpunkt, gemeinsam mit den europäischen Politikern Innovationen anzustoßen“. Der Branchenprimus Volkswagen will bis 2020 den CO2-Ausstoß aller Neuwagen auf 95 Gramm pro Kilometer senken und somit die EU-Vorgaben einhalten.

Die Super-Cars in Genf

Autos für die Schönen und Reichen – auch dieses Jahr bestimmen die Spitzenmodelle von Mercedes, McLaren, Ferrari und Lamborghini den Trend des Jahres 2013. Der von Brabus veredelte Mercedes SL mit 800 PS ist nur einer unter vielen und noch nicht mal der Schnellste. Der Kleinserienhersteller McLaren trumpft mit seinem neuen Supersportwagen P1 auf, der mit 935 PS in unter drei Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt. „LaFerrari“ ist das neueste Kind des italienischen Sportwagenherstellers und ein wahrer Augenschmauß.

Die auf 499 Stück limitierte Neuauflage des legendären Ferrari-Modells Enzo, hat unglaubliche 963 PS. Lamborghini, die Luxustochter von Volkswagen, setzt bei ihrem 3,57 Millionen Euro teuren Neuling „Veneno“ auf Rarität – es werden bloß drei Exemplare des Flügeltürers angefertigt.

LA Ferrari in Genf

LA Ferrari in Genf (Bild: Auto Salon Genf)

Tradition versus Moderne

Der Rolls-Roys wird wohl immer ein Stück Tradition mit sich tragen, auch wenn davon in der neuen Luxuslimousine „Wraith“, mit einem 6,6 Liter großem Zwölfzylinder, nicht mehr viel zusehen ist. Der schnellste Rolly-Roys aller Zeiten kostet rund 250.000 Euro. Die Luxusmarke Bentley, ebenfalls Tochter des Volkswagenkonzerns, schickt eine weitere Superlative auf den Weg. Die 625 PS starke und 5,30 Meter lange Limousine ist das Schnellste und Stärkste, was Bentley je gebaut hat.

Alte Bekannte, neue Gesichter

Die Neulinge von Volkswagen dürften auch ohne Rekorde ein Erfolg werden. In Genf werden die GTI und die GTD-Version des Golf VII vorgestellt. Audi überrascht mit der Weltpremiere des RS Q3, einem durchaus sportlichen SUV und dem A3 Sportback g-Tron, einem Erdgasauto mit minimalem Kohlenstoffdioxidausstoß. Die Bayrischen Motorenwerke (BMW) fahren mit dem neuen 3er Gran Turismo auf und überzeugen äußerlich auf ganzer Linie. Porsche legt den 911 GT3 mit modifizierter Optik und einem 3,8-Liter-Sechszylinder mit 475 PS neu auf.

Das Ein-Liter-Auto

Lange hat VW diesen Coup angekündigt, nun ist er serienreif. Der zweisitzige VW XL1 ist 3,89 Meter lang, wiegt 795 Kg und verbraucht im Durchschnitt nur sagenhafte 0,9 Liter. Angetrieben durch einen Diesel-Plug-in-Hybrid-Antrieb erreicht das Leichtgewicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde. Der Antrieb koppelt einen 0,8-Liter großen Turbodiesel mit einem E-Motor und leistet 48 PS. Derzeit ist eine Kleinserie mit 250 Fabrikaten auf einem Leasing-Konzept geplant.

Weitere Newcomer in Genf

Ein wirklicher Eye-Catcher ist der Rinspeed Micromax. Ein Elektro-Bus, der den öffentlichen und privaten Verkehr vereinen soll. Dieses besondere Vehikel besitzt Kaffeemaschine, Kühlschrank, Möglichkeiten zur mobilen Arbeit und Unterhaltung sowie zusätzlich zahlreiche Cloud-basierende Bordtechnologien. Eine weitere Neuheit auf dem Automobilmarkt ist die chinesische Firma Qoros. Diese will mit der Kompaktlimousine „Qoros 3 Seran“ den europäischen Markt erobern. Renault stellt seinen aus SUV, Van und Limousine kombinierten Crossover „Captur“ vor. Der hochgelegte Kleinwagen kommt ohne Allradantrieb daher, basiert auf dem Clio 4 und ersetzt die Modelle Modus und Grand Modus.

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