Deutsche trauern ihm nicht nach

Formel 1 auch ohne Schumacher interessant

Zuschauer haben genug von Schumi

In den drei Jahren, die Schumi für Mercedes gefahren ist (2010-2012), konnte der Rekordweltmeister nur einen Podiumsplatz erringen. Seine Zeit ist vorbei, das meinen auch 60% der befragten Deutschen, die ihn in der Königsklasse nicht vermissen werden. Lediglich 27% bedauern den endgültigen Rücktritt des heute 44-Jährigen, so die Ergebnisse einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa.

Früh übt sich

Bereits im Alter von vier Jahren saß der kleine Michael in einem, eigens für ihn vom Vater zusammengebauten, Kettcar. Im nahegelegenen Go-Kart-Club von Kerpen konnte er von da an trainieren und galt als der jüngste Kartfahrer Deutschlands. Mit fünf feierte Schuhmacher seinen ersten Sieg, den er trotz wesentlich älterer Konkurrenz für sich verbuchen konnte. Nachteile seines Gefährts glich er durch intensives Training aus. Bereits damals fuhr Schuhmacher – oft allein auf der Strecke – besonders gern bei Regen, was später zum Markenzeichen werden sollte.

Das Talent

Durch sein Talent wurden Förderer auf ihn aufmerksam, die ihn und seine Eltern, die mittlerweile an der Kart-Bahn arbeiteten, finanziell unterstützten. Er bekam seine ersten Karts geschenkt und wurde 1985 Junioren-Vize-Weltmeister. Im Jahr 1986 begann seine Lehre zum Kfz-Mechaniker, die er 1989 mit der bestandenen Gesellenprüfung abschloss. 1987 wurde Schumacher Deutscher Meister und Europameister in der der Klasse A/100. Dank weiterer Sponsoren konnte er in die Formel 3 aufsteigen. Für Mercedes bestritt Schumacher außerdem Rennen in der DTM und 1991 in der japanischen Formel 3000. Dort konnte er sich nicht nur über Platz zwei freuen, sondern auch seine Vielseitigkeit und schnelle Auffassungsgabe unter Beweis stellen.

Endlich Formel 1

In Silverstone durfte er erstmalig Formel-1-Feeling erleben und sprang 1991 bei Jordan für genau ein Rennen für den ausgefallenen Bertrand Gachot ein. In der Folgesaison 1992 für seinen neuen Rennstall Benetton, bewies Schumacher seine großen Ambitionen und beendete als Dritter in der Gesamtwertung das Rennjahr. Im Jahr 1994 überschlugen sich die Ereignisse und Schumacher wurde erster deutscher Formel-1-Weltmeister. Im selben Jahr starb der brasilianische Rennfahrer Ayrton Senna in Imola (Italien) bei einem schweren Unfall. Auch im Folgejahr konnte Schumi den Weltmeistertitel feiern.

Ferrari und 1. Karriereende

Nach seinem Wechsel zu Ferrari begann eine sehr erfolgreiche Zeit für Schumacher. Er gewann in den folgenden Jahren noch fünf mal den WM-Titel. Seinen letzten Gesamtsieg holte er im Jahr 2004. Zwei Jahre später gab er am 10. September sein Karriereende bekannt. Nach 20 Jahren Motorsport nannte der Rennsportler körperliche Verschleißerscheinungen und Zweifel an zukünftiger Motivation als Gründe für den Rücktritt. Fortan war Schumacher als Talentscout, Berater und Testfahrer für Ferrari tätig. Seinen Vertrag bei der Scuderia Ferrari löste er 2009 auf.

Das Comeback und der endgültige Abschied

Im Jahr 2010 feierte er mit dem Mercedes-Team an der Seite seines neuen Teamkollegen Nico Rosberg sein Comeback. Es gelang ihm, in einigen Rennen in die Punkte zu fahren, er blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, woraufhin der Vertrag 2012 nicht verlängert wurde. In Brasilien belegte er in seinem letzten Rennen Platz sieben und beendete die Saison als insgesamt 14. Seine Rückkehr hat er nie bereut und reflektierte über die hinter ihm liegende Karriere: „Dass man es schätzen muss, wenn man tun darf, was man liebt. Dass man seine Überzeugungen leben sollte.“

Während sein Bruder Ralf Schuhmacher noch immer als Rennfahrer tätig ist (DTM), wird es auch für Schuhmacher sicher genug Aufgaben geben, die er wahrnehmen kann. Vielleicht wird er die Berichterstattung begleiten, oder als Fachmann einem Team in Sachen Planung, Talentschmiede und Renngestaltung zur Seite stehen.

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