Für eine Milliarde Dollar

Google plant Kauf von WhatsApp

Update: Der WhatsApp- Manager Neeraj Arora entkräftigte gestern die Gerüchte über die angeblichen Übernahmeverhandlungen mit Google in einer kurzen Stellungsnahme. Laut dem Webblog des Wall Street Journals hätten demnach nie Verkaufsgespräche mit dem großen Internetkonzern stattgefunden.

Google will beliebten Messenger übernehmen und abschalten.

Google will beliebten Messenger übernehmen und abschalten. (Bild: rangizzz / Fotolia.com)

Neue Generation der Nachrichtenübermittlung

Seit 2009 sinkt die Anzahl versandter Nachrichten via SMS. Der Ersatzdienst WhatsApp findet immer mehr Nutzer und verzeichnet, laut eigener Angaben, 17 Milliarden versendete Nachrichten täglich. Neben dem sogenannten Instant-Messaging können User der App auch Foto-, Kontakt-, Video- und Audiodateien verschicken.

Umso überraschter sind die Millionen Nutzer über die Kauf-Gerüchte aus Santa Clara in Kalifornien, dem Firmensitz der Nachrichten-App. Angeblich hat Google eine Milliarde Dollar für den Kauf des Unternehmens geboten. Bisher konnte sich der Suchmaschinenriese mit seinen Nachrichtendiensten, wie Google Talk, Google+-Hangouts, Google+-Messenger und Google Voice aufgrund der wenigen Nutzer keine großen Erfolge sichern.

„Google Babble“

Nach der Übernahme soll WhatsApp nicht mehr eigenständig weitergeführt, sondern an „Google Babble“, einer Sammlung von Nachrichten- und Kommunikationsdiensten, angegliedert werden.
Zudem würde Google mit dem Kauf von WhatsApp nicht nur ein bekanntes Nachrichtenprogramm erhalten, sondern auch eine mit allen gängigen Smartphone-Betriebssystemen kombinierbare Entwicklung.

Zwar ist „Google Talk“ auf jedem Android-Phone vorinstalliert, kann aber kaum aktive Nutzer vorweisen. Besonders populäre soziale Netzwerke wie Facebook stehen dem Suchmaschinengiganten im Weg.

Fraglich wäre weiterhin, was mit den bereits gekauften WhatsApp-Abos geschieht. Die jährliche Gebühr von 0,99 Euro müsste Google dann zurückerstatten oder im Falle einer Angliederung an Google Babble verrechnen. Genauere Pläne über die Zukunft von WhatsApp werden wohl erst mit Bekanntgabe der Verhandlungsergebnisse veröffentlicht.

Veröffentlichung der Beta-Version

Nach Angaben von Google-Watchblog könne schon im Mai, im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O, mit der Präsentation einer Beta-Version gerechnet werden.

Zu bemerken bleibt, dass sich weder Google noch WhatsApp bisher offiziell zu den Kaufgerüchten geäußert haben. Aufgrund der großen Anzahl an neuen Artikeln über die neusten Verhandlungsentwicklungen bleibt zu erwarten, dass beide Konzerne in den nächsten Wochen zu den Ergebnissen ihrer Gespräche Stellung nehmen.

Alternativen zu WhatsApp

Mit dem geplanten Abkauf von WhatsApp bietet sich für viele User die Suche nach einem ähnlichen Instant-Messaging-System an. Künftige Textnachrichten könnten über folgende App-Anbieter versandt werden:

  • ChatON für alle Handymodelle erhältlich
  • iMessage, nur für iPhones
  • VIBER bietet kostenlos VoIP-Telefonate
  • Infinite SMS und textPlus

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