Historisches Schiffsunglück

Untergang der Titanic jährt sich: Seit 101 Jahren auf dem Meersboden

Untergang eines unsinkbaren Schiffs

Die Titanic wurde bei ihrer Fertigstellung als das größte Passagierschiff der Welt gefeiert und galt als unsinkbar. Am 10. April 1912 verließ sie den britischen Hafen von Southampton mit Kurs auf New York.

Nach vier Tagen auf hoher See ereignete sich die Katastrophe: Die Titanic kollidierte gegen 23.40 Uhr mit einem riesigen Eisberg, der große Schäden am Schiff verursachte und in der Nacht des 15. Aprils schließlich zum Untergang führte. Bei dem Unglück kamen von den etwa 2.200 Passagieren und Besatzungsmitgliedern 1.500 Personen ums Leben. Die meisten von ihnen starben im eiskalten Wasser des Nordatlantiks.

Nur 20 Rettungsboote

Einer der Gründe, warum so viele Reisende den Zusammenstoß nicht überlebten, war, dass sich nicht genügend Rettungsboote an Bord der Titanic befanden. Für lediglich 1.178 von 2.200 Passagieren gab es  Platz auf einem Rettungsboot. Dies entsprach den damals gültigen Vorschriften.

Dass trotzdem nur insgesamt 711 Menschen überlebten, lag auch daran, dass viele der Rettungsboote nicht voll besetzt waren, als sie ins Wasser gelassen wurden. Später befürchteten die Insassen, dass sie kentern würden, wenn im Wasser Treibende ins Boot kletterten würden. Deswegen kamen sie den im Meer schwimmenden Passagieren nicht zur Hilfe.

Hohe Anforderungen an moderne Schiffe

Mittlerweile passen auf Passagierschiffe zum Teil über 7.500 Personen. Sowohl was die Sicherheitsvorkehrungen als auch die Konstruktion der Schiffe betrifft, wurden in den vergangenen 100 Jahren große Fortschritte gemacht. Trotzdem gilt kein Schiff als unsinkbar.

Moderne Rettungsboote haben mit den hölzernen Ruderbooten der Titanic nicht mehr viel gemeinsam. Heute sind sie geschlossen und mit einem Motor, Medikamenten und Proviant ausgestattet. Alternativ gibt es auch Rettungsflöße, die sich aufblasen und bis zu 150 Personen tragen können. Beide Varianten sind Standard auf modernen Kreuzfahrtschiffen. Sowohl Passagier- als auch Frachtschiffe verfügen über Sicherheitssysteme, die vor Kollisionen warnen. Außerdem sind die Anforderungen an die Konstruktion großer Schiffe besonders hoch. Diese muss großen Lecks standhalten, um den gültigen Bestimmungen gerecht zu werden.

Faszination Titanic

Trotz der neuen Giganten, die die Meere durchkreuzen, geht von der Titanic immer noch eine Faszination auf viele Menschen aus. So plant der australische Millionär Clive Palmer, das Schiff rekonstruieren zu lassen. Im Jahr 2016 soll die Titanic II in See stechen. Aufbau und Route sollen dieselbe sein wie die des Origninals vor über 100 Jahren. Die Kopie soll aber den höchsten Sicherheitsanforderungen entsprechen, um sicher den New Yorker Hafen zu erreichen.

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