Instant Messenger liegen laut Umfrage vorn

WhatsApp lässt SMS hinter sich

WhatsApp vertreibt SMS

Smartphones und kostenlose Messenger finden großen Absatz (Bild: rangizzz / Fotolia.com)

Mehr Nutzer von Instant Messengern

Die Entwicklung der letzten Jahre deutete bereits auf die Verdrängung der klassischen SMS durch WhatsApp hin. Durch das Umsteigen der meisten Kunden auf internetfähige Mobiltelefone änderte sich auch die Konkurrenz am Markt. Mobilfunkanbieter befürchten nun das Wegfallen der Einnahmen für das Versenden von SMS. In diesem Jahr werden sie aber noch Gewinne von 120 Milliarden US-Dollar erarbeiten.

Kostenlose Anbieter überzeugen mehr

Der Anteil der im letzen Jahr verkauften Smartphones liegt mit 51,6 Prozent über dem der normalen Handys und liefert damit ein aussagekräftiges Statement für die Zunahme von Online Messengern. Statt SMS wird mit den internetfähigen Smartphones immer mehr auf WhatsApp oder andere Anbieter zurückgegriffen. Besonders in Korea, den Niederlanden und Spanien sollen die Umsätze für SMS Versand auffallend zurückgegangen sein.

Die Konkurrenz nimmt dabei weiter zu. Mit kostenpflichtigen Anbietern wie Joyn versuchen große Mobilfunkanbieter in Deutschland eine neue Plattform für interaktives Texten zu erschaffen. Allerdings bleibt abzuwarten, wie diese sich gegen gebührenfreie Lösungen durchsetzen können. O2 setzt bereits mit O2 TU Me auf kostenlose Messenger, mit denen die Nutzer Daten oder Nachrichten verschicken können. Auch andere Anbieter planen Umstellungen.

Zahlen sprechen gegen SMS

Marktführer der Chat-Apps:

  • WhatsApp
  • Apple iMessage
  • Blackberry Messenger
  • KakaoTalk
  • Nimbuzz
  • Viber

Laut Marktforschungsfirma Informa seien die Auswirkungen auf den bestehenden und kommenden Datenverkehr schwerwiegend. Die Umsätze für SMS werden weiter zurückgehen. Auch wenn der CEO von Bitkom noch im Dezember vergangenen Jahres die Wertigkeit von SMS mit Instant Messengern gleichgesetzt hatte, sprechen die Zahlen nun dagegen.

Marktforscher gehen davon aus, dass sich bis zum Jahr 2016 das Verhältnis zwischen SMS und Chat-Apps wieder umkehren wird und diese den Netzbetreibern wieder mehr Umsatz bringen werden. Diese Vermutung stütze sich darauf, dass es genug Menschen ohne Smartphone gäbe. Unter Berücksichtigung der steigenden Verkaufszahlen von internetfähigen Mobiltelefonen lässt sich gespannt auf die nächsten Jahre schauen.

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