Katastrophe tötet fünf Menschen

Vulkanausbruch auf den Philippinen: Hintergründe

Hintergründe des Ausbruchs

Ein Vulkanausbruch lässt sich nicht immer vorhersagen

Ein Vulkanausbruch lässt sich nicht immer vorhersagen (Bild: Sunshine Pics – Fotolia)

Nach regionalen Angaben gab es keinerlei Hinweise auf einen möglichen Ausbruch. Bei der geringsten Regung werden normalerweise Alarmstufen verhängt, um Touristen und Bewohner der Gegend rechtzeitig zu warnen. Jede gefährdete Vulkanregion besitzt ein eigenes Vulkanobservatorium, in welchem ständig die aktuellsten geologischen Daten ausgewertet werden.

Vor dem aktuellen Ausbruch wurden allerdings weder Vulkanbewegungen noch eine Änderung der Gaszusammensetzung rechtzeitig festgestellt.

Entstehung eines Vulkanausbruchs

Die Erde besteht aus ozeanischen und kontinentalen Platten. Diese reiben aneinander oder eine Platte schiebt sich unter eine andere. An diesen Plattengrenzen befindet sich ein Großteil aller Vulkane.

Das Magma aus dem Erdinneren kann sich durch entstehende Risse in der Erdkruste einen Weg an die Erdoberfläche bahnen. Bevor ein Vulkan ausbricht, sammelt sich zuerst Magma in den Kammern des Vulkans an. Besonders durch Gase steigt der Druck in der Magmakammer ständig und führt irgendwann zu einem schlagartigen Ausbruch. Sowohl Lava als auch Gesteinsbrocken und Gase können bei einem Vulkanausbruch entweichen. Es wird in explosive und effusive Vulkanausbrüche unterschieden.

  • Explosive Vulkanausbrüche sind besonders aufgrund der rasanten Entwicklung eines Ausbruchs gefürchtet. Besonders in bewohnten Gebieten läuft die Evakuierung des anliegenden Gebietes oftmals nicht schnell genug. Sogenannte pyroklastische Ströme sind häufig eine Begleiterscheinung explosiver Vulkane. Die Asche- und Glutwolken verteilen sich mit enormer Geschwindigkeit und betonieren die gesamte Gegend. Die Einwohner Pompejis wurden im Jahre 79 von einer solchen Katastrophe überrascht und hinterließen bis heute Spuren in der unmittelbaren Gegend.
  • Effusive Vulkanausbrüche bringen vorwiegend Lava ohne Gase hervor. Dadurch sammelt sich das Lava meistens im Krater und es entstehen sogenannte Lavaseen.

Aktivste Vulkane

  • Der Kilauea auf Hawaii ist der aktivste Vulkan der Erde
  • Der Ätna auf Sizilien wütete im Winter 2002 und steht an zweiter Stelle der aktiven Vulkane in Europa

Vulkane der Welt

An dem aktuellen Ausbruch des Vulkan Mayon kann man sehen, dass nicht alle Gefahren kalkulierbar sind. Allerdings analysieren Forscher die Vulkane und ihre Ausbruchszyklen genau und stufen einige Vulkane als besonders gefährlich ein.

  • Kein Vulkan stellt momentan eine größere Gefahr als der Vesuv dar. Der Vulkan lässt seit Jahren beunruhigende Aktivitäten verzeichnen und wird ständig beobachtet. Im Falle eines Ausbruchs müssten Neapel und andere umliegende Städte vollständig evakuiert werden.

Deutschland: Meist wird von Vulkanen am Pazifischen Ring gesprochen, doch auch in Deutschland gibt es Vulkane. Vor 11.000 Jahren fanden in der Eifel mehrere hundert Vulkanausbrüche statt. Der Laacher See ist beispielsweise ursprünglich ein Vulkankrater gewesen, der heutzutage mit Wasser gefüllt ist. Seither befinden sich die Vulkane in dieser Region in einer Ruhephase, doch laut Wissenschaftlern könnten in einigen tausend Jahren erneut Ausbrüche stattfinden. Co²- Ausstöße sind schon jetzt Kennzeichen dafür, dass die Vulkane nicht vollständig inaktiv sind.

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