Gigantisches Multiplayer-Ereignis

EVE Online: Weltraum-Schlacht mit 4.000 Spielern

Tausende Raumschiffe trafen aufeinander

Ein Screenshot aus dem Spielgeschehen von EVE Online. (Bild Screenshot / CCP Games)

Ein Screenshot der Weltraumsimulation EVE Online. (Bild: Screenshot / CCP Games)

Bereits im Januar 2013 hatten sich mehrere tausend EVE Online Spieler zusammengefunden, um gegeneinander in der „Schlacht von Asakai“ anzutreten. Die in der EVE Online Community mittlerweile als legendär bezeichnete Schlacht brachte mehr als 3.000 Piloten zusammen, die, auf unterschiedliche Fraktionen verteilt, gegeneinander in einer virtuellen Galaxie antraten.

Dieser Rekord wurde in der Nacht zum Montag eingestellt. Mit ca. 4.070 Spieler, die gleichzeitig in einem entlegenen Winkel des EVE Online Universums aufeinandertrafen, stellt die Schlacht um die Weltraumstation „6VDT-H“ im sogenannten „Fountain Gebiet“ einen neuen Meilenstein in der Geschichte onlinebasierter Multiplayertitel dar. Das Gefecht, bei dem mehr als 2.900 Raumschiffe zerstört wurden, dauerte fast 8 Stunden.

Virtueller Krieg mit hohen Verlusten

Der Anlass, der schließlich zum Krieg zwischen den zwei verfeindeten Fraktionen „CFC“ und der „TEST Alliance“ führte, besitzt dabei durchaus reale Vorbilder. Denn in den beiden Fraktionen trafen zwei der größten Spielervereinigungen in EVE Online aufeinander, die gerade beim Rohstoffabbau – einem basalen Element des Spiels – seit Monaten miteinander konkurrierten. Die Weltraumschlacht, die von der „CFC“ schließlich für sich entschieden werden konnte, war ein Resultat dieses Kampfes um virtuelle Rohstoffe und die Vorherrschaft in einigen Gebieten des Multiplayeruniversums.

Durch die Niederlage verlor die „TEST Alliance“ nahezu die Hälfte der von ihr kontrollierten Gebiete. Mit der Vernichtung zahlloser Kampfschiffe gingen darüber hinaus auch mehrere tausend reale Arbeitsstunden verloren, die ein Spieler in die Herstellung eines entsprechenden Raumschiffes investieren muss. Innerhalb der Community finden sich dabei erste Versuche, diese Verluste zu beziffern. Denn entgegen sogenannter „Free-to-Play“-Titel muss man für die Nutzung von EVE Online monatlich zwischen 10 und 15 US-Dollar bezahlen, kann hierfür allerdings auch die spielinterne Währung nutzen. Rund 30 Mio. ISK („Inter-Stellar-Kredit“) entsprechen dabei 15 US-Dollar. Somit lässt sich die virtuelle Währung zu einem realen Pendant in Beziehung setzen.

Auf diese Weise kann auch der Verlust eines Raumschiffes, das innerhalb der Spielwelt mehrere hundert Millionen ISK wert ist, in reale Münze umgerechnet werden. Bis zu 25.000 US-Dollar Schaden sollen in der bis dato größten Schlacht im EVE Universum entstanden sein.

Online-Kampf stellte Technik vor Probleme

Das gleichzeitige Aufeinandertreffen einer derart großen Zahl von Spielern in einem einzigen und eng begrenzten Gebiet stellte die Servertechnik des isländischen Entwicklerstudios CCP Games vor große Herausforderungen. Da sich die einzelnen Spieler normalerweise auf das riesige virtuelle Universum verteilen – bestimmte Server sind hier für die reibungslose Berechnung bestimmter Gebiete des Weltraums verantwortlich – sorgte das massive Nutzeraufkommen in nur einem einzigen Gebiet für technische Schwierigkeiten.

Die Entwickler drosselten aus diesem Grund die Spielgeschwindigkeit um fast 90 Prozent, da sich eine unterbrechungsfreie Kommunikation zwischen den Spieler-PCs und Servern des Entwicklerstudios anders nicht sicherstellen ließ. Bereits in der Vergangenheit hatten größere Kämpfe in den virtuellen Galaxien von EVE Online zu technischen Problemen geführt: CCP Games rüstet seitdem ständig nach, um einen möglichst reibungsfreien Ablauf des Spielgeschehens zu ermöglichen.

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