Gestern im All, heute im Alltag

Raumfahrt: NASA-Erfindungen für alltägliche Probleme

NASA-Erfindungen

Was die NASA für den Einsatz im Weltraum entwickelt hat, benutzen wir heute im Alltag. (Bild: lunamarina – Fotolia)

Die NASA im Haushalt

Laut NASA kommen acht Prozent aller Innovationen in der Welt in irgendeiner Form aus ihrer Weltraumforschung. Seit über fünfzig Jahren werden dort Thermoanzüge für die Astronauten, Hitzeschilde für die Spaceshuttles und hochauflösende Kameras für Fotos im All entworfen. Aktuell forscht die Behörde an langelebigen Nahrungsmitteln aus dem 3D-Drucker. Einige Erkenntnisse helfen heute bei alltäglichen Aufgaben und Problemen.

Zum Beispiel wurden zusammen mit Black & Decker schnurlose Werkzeuge mit Batterie konstruiert, die später auch außerhalb der Raumkapseln zum Einsatz kamen. Neil Armstrong und Buzz Aldrin nutzten diese Werkzeuge, um auf dem Mond Proben zu nehmen. Black & Decker brachte schließlich Akkubohrer und -schrauber auf den Markt, die seitdem vielen Handwerkern schnelle Hilfe bieten. Auch der Handstaubsauger geht auf die NASA zurück. Damit sollte ursprünglich der Mondstaub von den Astronautenanzügen entfernt werden. Seit 1979 wird er als Haushaltsgerät im Handel angeboten.

Nutzen im All – Nutzen im Alltag
Kratzschutz für Visiere der Raumhelme kratzfeste Brillengläser
Kontakt zu Raumstationen über Satelliten Satellitentelefonate zur anderen Seite der Welt
Schutz vor UV-Strahlung UV-Schutz in Sonnenbrillen und Schweißermasken
zufällig entdeckter Kunststoff transparente Zahnspangen
Schaumstoff, der sich „erinnert“ Matratzen, Sitze und Football-Helme
schonende Einlagen für Raumstiefel Geleinlagen für Schuhe
schnurloses Werkzeug Akkuschrauber
feuerfeste Raumanzüge Feuerwehranzüge

Angebliche Entwicklungen der NASA

Es gibt auch zahlreiche Dinge, von denen noch heute geglaubt wird, die NASA hätte sie erfunden. Dazu zählt an erster Stelle die Wegwerfwindel für Babys. Sie wurde schon in den vierziger Jahren von der Hausfrau Marion Donovan und in den fünfziger Jahren von Victor Mills weiterentwickelt. 1961 kamen sie schließlich auf den amerikanischen Markt, als gerade der erste NASA-Astronaut für 15 Minuten den Weltraum erreichte.

Auch der Strichcode auf Produkten im Supermarkt wird immer wieder mit der NASA in Verbindung gebracht. Dabei hat sie die ursprüngliche Technik mit den schwarzen Strichen nur abgewandelt und an die harten Umweltbedingungen im All angepasst. Damit werden die Ersatzteile für Spaceshuttles und andere Komponenten inventarisiert.

Genauso gab es die ersten Quartz-Uhren schon in den zwanziger Jahren in den Werkstätten anderer Erfinder. Erst Ende der sechziger Jahre hat die NASA mit einem Hersteller solche exakten Uhren zusammengearbeitet, der die Ergebnisse auch für den Markt produzierte. Schließlich muss auch der Rauchmelder von der Liste der NASA-Entdeckungen gestrichen werden. Auch hier kam es in den siebziger Jahren zu einer Kollaboration mit einem Hersteller für einen individuell einstellbaren Melder. Das Gerät war für die Raumstation Skylab geplant, bevor es die Firma Honeywell für einige Zeit zum Verkauf anbot.

Falsche NASA-Erfindungen auf einen Blick

  • Quartz-Uhren
  • Wegwerfwindeln
  • Rauchmelder
  • Strichcode auf Produkten

Alltägliche Hilfe durch die Weltraumforschung

Nichtsdestotrotz fanden viele NASA-Ideen früher oder später den Weg in den Haushalt. Mit dem Infrarot-Fieberthermometer kann heute ganz angenehm und schnell die Körpertemperatur über das Trommelfell gemessen werden. Die Technologie hat ursprünglich dabei geholfen, die Temperatur von Sternen und Planeten zu ermitteln. Der UV-Schutz in Sonnenbrillen ist eine weitere Erfindung, die vorher für die Visiere der Raumfahrthelme vorgesehen war. Damit lässt sich für die Augen schädliches Licht herausfiltern.

Sportschuhe haben ebenso von der Weltraumforschung profitiert. Geleinlagen schonten schon die Gelenke der ersten Astronauten auf dem Mond, bevor Schuhersteller diese Idee in den achtziger Jahren marktfähig machten. Selbst die flexiblen und robusten Skischuhe sind Abwandlungen der Weltraumstiefel. Damit treten also auch die kleinen Schritte der Menschheit in die großen Fußspuren der Astronauten.

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2 Kommentare

  1. Für NASA schlage ich 2 meine Patente vor: 1. DE 10 2005 052607 „Zahnreinigungsgerät“ und 2.
    DE 10 2007 010 165 „Strumpfhose für medizinische Zwecke“
    Patent N 1: Zähne putzen(im All) ohne Zahnpaste,Zahnbürsten und ohne( ! )Trinkwasser.
    Patent N 2: Strumphose zur Vorbeugung und Verhinderung von Thrombosen und für die
    Sportmedizin. Im All, denke ich, auch geht.

  2. lala sagt:

    :mrgreen:

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