Faszinierende Ahornblätter im Oktober

Indian Summer: Blätterschauspiel in Nordamerika

Baum Indian Summer

Das Farbspektrum reicht während des Indian Summers von Grün über Gelb bis leuchtend Rot (Bild: Frokor – gemeinfrei/Wikipedia)

Legenden hinter dem Indian Summer

Um den Namen der zusätzlichen Jahreszeit ranken sich diverse Mythen und Legenden. So wird darüber spekuliert, dass die Jagdsaison nordamerikanischer Indianer vorwiegend im Herbst lag und deswegen zu der Bezeichnung führte. Von Fantasie geprägt ist ebenso die Legende von der Bärenjagd.

Angeblich jagen jedes Jahr im Herbst zwei Indianer einen großen Bären. Dieser hat magische Kräfte und kann in den Himmel aufsteigen. Die Jäger verfolgen ihn bis dorthin, erlegen ihn und das auf die Bäume tropfende Blut färbt die Blätter der Bäume rot. Welche der Geschichten stimmen könnte, ist ungewiss. Fest steht, dass die Bekanntheit des Indian Summers hierzulande sogar einen Eintrag im Duden wert ist.

Ahornblätter in schillernden Farben

In Deutschland kennt man den Altweibersommer, der im Hinblick auf die Wettervorgänge Ähnlichkeit zum Indian Summer aufweist. Der ungewöhnlich milde und trockene Zeitraum entsteht, indem warme Luft aus den südlichen Gebieten der USA an die nordamerikanische Ostküste strömt, nachdem es dort bereits Nachtfrost gegeben hat. Erhöhte Sonneneinstrahlung und Temperaturanstieg sorgen dafür, dass die Leuchtkraft der Ahornblätter selbst in der Phase ihrer Verfärbung sehr stark ist. Das Hochdruckgebiet wandert über Gegenden, in denen der Winter besonders kalt ist. Hierzu gehören die Staaten Maine, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut, das Gebiet der Großen Seen, der nördliche Teil der Great Plains und Kanada.

Kuriose Fakten zum Indian Summer

  • Im Internet gibt es Karten, auf denen der aktuelle Stand der Laubfärbung abzulesen ist.
  • In den einzelnen Bundesstaaten stehen Hotlines zur Verfügung, die täglich aktualisiert über den Stand der Blattverfärbung informieren.

Reisen während des Indian Summers

Möchte man die rot-goldene Jahreszeit der USA hautnah erleben, ist eine Reise in den Staat Vermont ideal, denn hier gibt es die wohl intensivste Blätterverfärbung zu bestaunen. Da die Preise für einen so weiten Flug mitunter sehr hoch sind, sollte man vorab einige Flug-Angebote online vergleichen. Die eingesparten Kosten kann man dann vor Ort in unterschiedliche Touren investieren.

Bei einer Flusskreuzfahrt auf dem Hudson River lässt sich auf passive Weise die Natur beobachten, während man beim Kanufahren körperlich aktiv wird. Lange Wanderwege im Camden Hills State Park (Maine) oder im Green Mountain National Forest (Vermont) ermöglichen ausgedehnte Trekking-Touren, welche alternativ auch auf dem über 3.000 Kilometer langen Appalachian Trail verlaufen können.

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