Natürliche Energie

Wasserkraft – die Macht des kühlen Nass

„Es klappert die Mühle am rauschenden Bach, klipp klapp.“ Das alte Volkslied besingt eine lange Tradition. Bevor das Thema erneuerbare Energien in den Mittelpunkt unserer modernen Gesellschaft rückte, wussten die Menschen das nasse Element für sich zu nutzen.

Geschichte der Wasserkraft

Bereits im vorindustriellen Zeitalter wurde Wasser zum Antrieb von Mühlen, Säge- und Hammerwerken genutzt. Um die Kraft eines Baches zu nutzen, setzten die Menschen Wasserräder ein. Die Technik wurde zum Mittelalter so beliebt, dass Fürsten und Grundherren die Wasserräder als Einnahmequellen entdeckten.

Später fand die natürliche Energie ihren Weg aus den Dörfern zur industriellen Nutzung. Weiter ausgebaut als leistungsstarke Dampfmühlen, die einen Verbrennungsmotor besaßen, konnten sie großflächig eingesetzt werden.

Im Laufe der Zeit verschwanden schließlich zahlreiche traditionellen Wasserräder und wurden von elektrisch angetriebenen Mühlen ersetzt.

Erfolg und Verdienst

Seit einigen Jahren rücken die Möglichkeiten der Wasserkraft wieder verstärkt in den Mittelpunkt. Die regenerative Quelle produzierte 2008 15,8 Prozent der weltweit erzeugten Energie. Das Wasser konnte Sonne und Wind hinter sich zurücklassen und gilt als die wichtigste erneuerbare Energiequelle zur Stromversorgung.

In Deutschland gibt es rund 7.300 Anlagen, die sich grob nach Kleinwasserkraftwerk, Speicherkraftwerk und Laufwasserkraftwerk unterscheiden lassen.

Naturschutz

Nach der landläufigen Meinung sind Wasserkraftwerke besonders ökologisch – dies trifft jedoch nur zu einem Teil der Nutzung zu. Teilweise ist die Errichtung der Kraftwerke mit großen Eingriffen in die Natur verbunden.

Ein prominentes Beispiel für die negativen Auswirkungen ist das erste stromquerende Kraftwerk am Rhein. Damit dieses Projekt durchgeführt werden konnte, musste eines der wichtigsten Naturdenkmale am Fluss, der Kleine Laufen bei Laufenburg, gesprengt werden.

Um den Konflikt zwischen Naturschutz und Energiegewinnung zu entschärfen, forschen Wissenschaftler an Techniken und Methoden, die beiden Forderungen gerecht werden. Eine Idee ist, erst den Ausbau und die Modernisierung bestehender Anlagen voranzutreiben.

Fließend, blau und verträumt und natürlich eingebettet – so soll das Wasser schließlich auch die folgenden Generationen begrüßen.

Optionen

Drucken Drucken Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Kommentar abgeben