Weniger Kontrolle bei Datenschutz

Suche bei Facebook: Ausblenden nicht mehr möglich

Facebook Konto

Facebook baut Sichtbarkeit von Profilen aus. (Bild: strixcode – Fotolia)

„Funktion hat sich überlebt“

In Zukunft kann jeder, der bei Facebook registriert ist, anhand seines Namens gefunden werden. Facebook-Manager Michael Richter zufolge war die Möglichkeit der Suchblockade nur noch von einer kleinen Prozentzahl aller angemeldeten Personen in Anspruch genommen worden. Wer auf diese Einstellung bisher verzichtet hatte, bei dem fehlt sie bereits seit Ende letzten Jahres.

Ohnehin lassen sich Personen im sozialen Netzwerk auf verschiedenen Wegen aufspüren, z.B. über andere Freunde, in Gruppen oder über Bilder. Daher hatten Einige bereits Fehler bei der Suchfunktion vermutet, da bestimmte Personen nicht anhand ihres Namens ermittelt werden konnten, obwohl ihr Profil auf anderen Wegen erreichbar war.

Information für Mitglieder

Ab sofort setzt ein Infofenster alle diejenigen Nutzer, die ihren Namen bislang verborgen hatten, über das Verschwinden der Funktion in Kenntnis. Wer persönliche Informationen weiterhin unzugänglich machen will, muss dies in Zukunft bei jedem Beitrag separat regeln. Michael Richter empfiehlt, in den persönlichen Privatsphäre-Einstellungen nachzusehen, wer bislang Zugriff auf die Beiträge hatte.

Im Aktivitätenprotokoll lässt sich auch nachträglich noch festlegen, ob Personen außerhalb der Freundesliste eigene Postings sehen dürfen. Hier können auch Informationen oder Fotos, bei denen man von Anderen ungewollt markiert wurde, reglementiert werden. Dazu den jeweiligen Nutzer direkt kontaktieren oder im Aktivitätenprotokoll unter dem jeweiligen Beitrag oder Foto „Markierung melden/ entfernen“ anklicken.

Tipps zum Datenschutz bei Facebook

Generell gilt: Einstellungen zur Privatsphäre sind im Menü unter dem kleinen Zahnrad oben rechts zu finden; zum Aktivitätenprotokoll gelangt man per Klick auf den Namen.

  • Aktivitätenprotokoll regelmäßig überprüfen, auch Postings, die in der Vergangenheit liegen.
  • Freunde lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen, denen man unterschiedliche Rechte zugestehen kann, z.B. Familie, Freunde, Bekannte.
  • Keine intimen oder peinlichen Fotos online stellen; Freigabe jedes Fotos einzeln bearbeiten.
  • Datenschutz bei Anderen respektieren: Vor Veröffentlichung von Fotos und Markierungen um Erlaubnis fragen.
  • Vorsicht bei der Verwendung von Facebook auf mobilen Endgeräten; hier ist das öffentliche Teilen von Statusmeldungen u.ä. oftmals voreingestellt.
  • Das Profil nur für ausgewählte Personengruppen sichtbar machen.

Nutzerrechte bei Facebook

Die Abschaffung der Suchblockade ist nur eine von mehreren Meldungen zu den Rechten der Facebooknutzer, mit denen das soziale Netzwerk auch 2013 auf sich aufmerksam macht. So ermöglicht es beispielsweise „Graph Search“, das Facebook im Januar 2013 zusammen mit der Microsoft- Suchmaschine „Bing“ eingerichtet hatte, alle Art von Informationen genauer zu durchsuchen. Facebook zufolge soll den Nutzern so gezielter Werbung angezeigt werden können.

Seit August können diese aber auch selbst in der Werbung oder kommerziellen Inhalten erscheinen, z.B. in der Werbeanzeige eines Unternehmens, dem man ein „like“ gegeben hatte. Mit der Nutzung des sozialen Netzwerks erklärt man sich automatisch damit einverstanden. Die 2004 gegründete Plattform für Austausch steht mit seinen Praktiken beim Datenschutz offen in der Kritik. Einige deutsche Verbraucherschützer empfehlen, zu anderen sozialen Netzwerken zu wechseln.

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Ein Kommentar

  1. […] Bist du dir unsicher ob dein Aufsatz richtig geschrieben ist? Dann füge dein Text in Google Translate ein . So kannst du deine Fehler raushöhren. Aber nützlich ist es nur wenn du auf dem Computer, Tablet oder auf deinem Handy den Aufsatz schreibst weil wenn du es auf dem Papier schreibst müsstest du es alles einseln in Google Translate reintippen !http://magazin.woxikon.de/31292/suche-bei-facebook-ausblenden-nicht-mehr-moeglich/ […]

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