Google ändert Nutzerbedingungen

Google: Userdaten werden zu Werbezwecken genutzt

Internet

Google+ User können Empfehlungen zu Werbezwecken freigeben. (Bild:Fan Yang/Wikipedia unter CC BY 3.0)

„Geteilte“ oder „soziale“ Empfehlungen nennt Google die neue Funktion, an der Nutzer des Netzwerkes Google+ sich beteiligen können. Seit einigen Tagen sind die Änderungen der Nutzungsbedingungen öffentlich bekannt.

Persönliche Empfehlung statt anonymer Anzeige?

Wer den geteilten Empfehlungen zustimmt, muss damit rechnen, dass Freunde und Bekannte – zum Beispiel auf der Suche nach einem guten Arzt – das eigene Profilbild inklusive Name und Bewertung der jeweiligen Praxis angezeigt bekommen. Auch im Google-Playstore können Nutzer nicht nur sehen, wie die Bewertungen der neuesten Apps ausfallen, sondern auch, wer sie verfasst hat.

Google setzt hier auf eine ähnliche Strategie wie Facebook, wo eine vergleichbare Funktion Werbeanzeigen „persönlicher“ macht und dem Nutzer das Gefühl gibt, eine persönliche Empfehlung eines Freundes zu bekommen und nicht von unerwünschter Werbung gestört zu werden.

Auch Google nennt als Zweck der Änderung die Vorteile für andere Nutzer, die der Meinung eines Freundes – im Vergleich zu anonymen oder mangelhaften Bewertungen – eher trauen können. Zudem werden durch das häufigeres Anklicken bestimmter Links oder Anzeigen höhere Werbeeinnahmen für Google generiert.

Der Haken an der Sache ist ein „Häkchen“

Sonderregelung

Die Nutzung von Daten Minderjähriger ist grundsätzlich untersagt.

In Deutschland ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Änderungen solchen Ausmaßes eigenständig zugestimmt werden müssen. Daher gibt Google vor, dass die Einstellung selbstständig im Profil aktiviert werden muss, wenn der User damit einverstanden ist. Trotzdem sollte jeder Besitzer eines Google-Kontos dies selbst überprüfen. Zahlreiche Nutzer gaben an, dass sie das Häkchen zur Zustimmung wider Erwarten entfernen mussten.

Sicherheit mit einem Klick

Zwar bekamen alle Nutzer eines Google-Accounts eine Meldung über die bald eintretende Änderung, doch nicht alle haben sich intensiv mit dieser auseinandergesetzt. Wer sich unsicher ist, kann jedoch ganz leicht überprüfen, ob die Funktion der geteilten Empfehlungen aktiviert ist.

  1. Einloggen im Google-Account
  2. Einstellungsseite „Soziale Empfehlungen“ aufrufen
  3. Soll die Funktion nicht erlaubt werden, darf neben dem Satz „Basierend auf meinen Aktivitäten kann Google meinen Namen und mein Profilbild in sozialen Empfehlungen einblenden, die in Anzeigen erscheinen.“ kein Häkchen gesetzt werden
  4. Klick auf Speichern bestätigt die Einstellung

Optionen

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