Auswertungen der Daten von „Kepler“

Kepler: Teleskop findet zahlreiche Supererden

„Rockstar der Wissenschaft“

Die Forscher fanden 42.000 Sterne, die ähnliche Eigenschaften wie die Sonne besitzen. Im Umfeld dieser Sterne wurden 600 Planeten entdeckt, von denen 10 erdähnliche Eigenschaften besitzen. Allerdings betonen die Forscher, dass diese Entdeckung nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass dort Leben möglich ist. Beispielsweise spielt hier auch die Atmosphäre eine Rolle. Nach der Einbeziehung verschiedener Faktoren kamen die Forscher zu dem Schluss, dass ein Fünftel der Sterne sonnenähnlich ist und Planeten in der bewohnbaren Zone hat, die vergleichbar zur Erde sind.

Weltall

Das Weltall ist nach wie vor voller Geheimnisse. (Bild: merydolla – Fotolia)

Im April erst hatte das Weltraumteleskop zwei Planeten entdeckt, die über eine felsartige Oberfläche verfügen – ähnlich wie die Erde. Die entdeckten Planeten erhielten die Bezeichnungen Kepler-62 und Kepler-69. John Grunsfeld von der NASA gibt an, dass das Teleskop Kepler dank seiner Funde „zu einem richtigen Rockstar der Wissenschaft“ geworden sei.

Wissenswertes rund um Kepler

  • Namensgeber für das Teleskop: der deutsche Astronom Johannes Kepler, der im 17. Jahrhundert lebte
  • Das Teleskop ist fünf Meter hoch und wiegt über eine Tonne
  • Kosten: 600 Mio. US-Dollar
  • zehnte Entdeckungsmission der NASA

Wie arbeitete Kepler?

Der Betrieb des sog. „Planetenjägers“ musste im August wegen irreparabler Schäden eingestellt werden. Das Teleskop der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA hatte innerhalb der letzten vier Jahre ca. 150.000 Sterne beobachtet. Dabei wurde mithilfe eines Fotometers halbstündlich die Helligkeit der Sterne gemessen. Nimmt ihre Helligkeit ab, bedeutet das, dass Planeten vor ihnen vorbeiziehen.

Bei regelmäßigen Veränderungen rechneten die Forscher den Planeten zur festen Umlaufbahn eines Sterns. Nach diesen Planeten hielt Kepler Ausschau. Besonders von Interesse war dabei, ob ein Leben auf diesen Planeten theoretisch möglich wäre, das heißt, ob sie sich innerhalb der habitablen, also bewohnbaren Zone ihres Sternes befinden.

Planeten mit guten Bedingungen

Damit ein Planet bewohnt werden kann, muss er günstige Bedingungen bieten, also über flüssiges Wasser verfügen. Mithilfe von Kepler wurden die Entfernungen der Planeten zum Stern berechnet. Befindet der Planet sich zu nahe an einem Stern, wird es zu heiß, sodass potenzielles Trinkwasser verdampft. Dies ist wahrscheinlich bei der Venus der Fall. Ist der Planet dagegen zu weit von seinem Stern entfernt, friert das Wasser zu Eis. Zwischen der zu kalten und der zu heißen Zone liegt die habitable Zone.

Das Forscherteam der kalifornischen Universität Berkeley definiert die Lebensbedingungen eines Planeten über die Lichtmenge, die er vom entsprechenden Stern erhält. Im Idealfall liegt diese zwischen einem Viertel und dem Vierfachen an Licht, das die Erde von der Sonne bekommt. Laut Erik Petigura, einem der Forscher an der Universität Berkeley, ist der nächste erdähnliche Planet nur 12 Lichtjahre von unserem Planeten entfernt. Um diesen zu sehen, benötigt man nicht mal ein Teleskop.

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