Amazon will Mini-Drohnen nutzen

Mini-Drohnen: Erkunden, Überwachen, Unterhalten

Amazon Prime Air

Einen Namen für die Auslieferung durch Mini-Drohnen hat Amazon-Gründer Jeff Bezos sich bereits ausgedacht. „Prime Air“ soll die Technologie heißen, bei der leichte und eilige Bestellungen von Amazon mit den kleinen Drohnen – sogenannte Octocopter – verschickt werden. Lieferungen mit bis zu 2,5 Kilo Gewicht sollen die Drohnen für ungefähr 16 Kilometer transportieren können.

Somit eignet sich diese Lieferoption vorerst nur für Bestellungen im näheren Umkreis, allerdings sind bis zur Einführung der Octocopter (leitet sich von der Anzahl der Motoren ab) noch einige Tests nötig, weswegen Bezos frühstens in vier bis fünf Jahren mit dem endgültigen Start von „Prime Air“ rechnet.

Wie funktioniert die Mini-Drohne?

Die Mini-Drohnen fliegen mit Elektromotoren, die regelmäßig aufgeladen werden müssen und sind an ein Steuergerät gekoppelt. Ausgestattet werden können die Drohnen zum Beispiel mit Digitalkameras, Wärmebildkameras oder Nachtsichtkameras, die ihre Bilder an einen Monitor oder ein Gerät übertragen. In Zukunft sollen die Drohnen allerdings vermehrt ohne permanente Steuerung und in größeren Entfernungen eingesetzt werden.

Wo werden Mini-Drohnen bereits eingesetzt?

Drohne

(Bild: Clément Bucco-Lechat/Wikipedia unter: CC BY-SA 3.0)

Die Einsatzgebiete von Mini-Drohnen sind vielfältig und nicht mehr nur auf militärische Belange beschränkt. Denn die kleinen und wendigen Drohnen können nicht nur den Postboten ersetzen, sondern erkunden unbekanntes Gelände, werden in der Hirnforschung eingesetzt oder dienen schlichtweg zur persönlichen Unterhaltung.

Wer seine eigene Mini-Drohne bauen möchte, kann sich seinen Baukasten ganz einfach im Internet bestellen. Mit einer Kamera und Steuerung via Tablet oder Smartphone ist das kleine Wunderwerk sofort einsetzbar. Allerdings darf die hauseigene Drohne das Sichtfeld des „Piloten“ nicht verlassen und nicht höher als 100 Meter fliegen.

Weitere Bereiche, in denen Drohnen eingesetzt werden

  • Erkundung von gefährlichem Terrain, zum Beispiel Vulkane oder eingestürzte Häuser
  • Suche von Vermissten oder Verletzten nach Katastrophen
  • Überwachung von Industrie-Gelände
  • Forschung in Polargebieten

Übertragung des Konzeptes auf die Medizin

Dadurch, dass jeder günstig seine eigene Drohne basteln kann, eröffnen sich auch der Forschung an Universitäten und Instituten neue Möglichkeiten. So arbeiten Wissenschaftler in den USA an einer Drohne, die durch Gedanken gesteuert werden kann. Am Ende soll ein Konzept entstehen, welches die intuitive Steuerung von Rollstühlen oder Prothesen ermöglicht.

Zum Lebensretter könnten die Mini-Drohnen auch für Herz-Patienten werden. Ausgestattet mit einem Defibrillator sollen die Drohnen in Notfällen in schwer erreichbaren Gebieten eingesetzt werden.

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