Momente

Jahresrückblick 2013: Krisen, Skandale und eine Premiere

Der Papst Franziskus I. als Kardinal in Buenos Aires

Der neue Papst heißt Franziskus I. und kommt aus Argentinien. (Bild: Aibdescalzo/Wikipedia unter CC BY-SA 3.0)

Der Rücktritt von Papst Benedikt XVI.

Ende Februar 2013 trat Papst Benedikt XVI. von seinem Amt zurück und zog sich in die Papstresidenz in Castel Gandolfo zurück. Eigenen Angaben zufolge verfügte er nicht mehr über die Kraft, seinem Amt angemessen nachzugehen. Damit war Josef Ratzinger, wie Benedikt XVI. bürgerlich hieß, der erste Papst seit dem 13. Jahrhundert, der freiwillig zurücktrat.

Das Konklave zur Wahl seines Nachfolgers begann am 12. März und fand bereits am nächsten Tag nach fünf Wahlgängen einen neuen Papst: Jorge Mario Bergoglio, den Erzbischof von Buenos Aires, der den Papstnamen Franziskus annahm. Er ist der erste lateinamerikanische Papst in der Geschichte der katholischen Kirche.

Putsch in Ägypten

In Ägypten, wo im Jahr 2011 die Proteste gegen die Regierung von Präsident Husni Mubarak zu dessen Rücktritt führten, kam es zu im Juli 2013 zu tagelangen heftigen Protesten der Bevölkerung gegen die Regierung des neuen Präsidenten Mohammed Mursi. Dieser wurde schließlich bei einem Militärputsch gestützt, festgenommen und ab November 2013 wegen der Anstiftung zu Gewalt vor Gericht gestellt. Der Drahtzieher des Putsches, General Abd al-Fattah as-Sisi, setzte Adli Mansur, den Vorsitzenden des Obersten Verfassungsgerichts, als Übergangspräsidenten ein. Seit dem Putsch wurden bei Protesten im ganzen Land über 2.000 Menschen getötet.

Edward Snowden und der Überwachungsskandal

Der ehemalige technische Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA, Edward Snowden, sorgte im Juni 2013 für einen Spionageskandal. Er ließ streng geheime Dokumente veröffentlichen, aus denen hervorging, dass die USA und Großbritannien seit 2007 die weltweite Telekommunikation und das Internet überwachen und die so gewonnenen Daten auf Vorrat speichern.

  • Im August 2013 erklärten sowohl der Chef des deutschen Bundeskanzleramts, Ronald Pofalla, als auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich die NSA-Affäre für beendet.
  • Erst als im Oktober 2013 bekannt wurde, dass auch das Mobiltelefon von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört wurde, erfuhr die Affäre neues mediales Interesse.

Bürgerkrieg in Syrien

In Syrien tobt seit über zwei Jahren ein Bürgerkrieg, der bereits über 100.000 Tote gefordert hat. Seinen Anfang nahm der Krieg im Jahr 2011, als friedliche Proteste gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad gewaltsam niedergeschlagen wurden. Im August 2013 kam es zu mehreren Giftgasangriffen in der Region Ghuta, bei dem unterschiedlichen Angaben zufolge zwischen 281 und 1.729 Menschen starben und Tausende wegen Vergiftungserscheinungen in Krankenhäuser eingeliefert werden mussten.

Die Opposition beschuldigte die Regierung, für die Angriffe verantwortlich zu sein. Die Regierung ihrerseits leugnete zunächst, dass es überhaupt zum Einsatz von Giftgas gekommen sei, und behauptete, dass Regierungstruppen lediglich konventionelle Waffen eingesetzt hatten. Wenig später bestätigte die Regierung, dass Giftgas zum Einsatz kam, beschuldigte aber die Rebellen, den Angriff durchgeführt zu haben.

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