Außergewöhnliche Entdeckung

Antarktis: Forscher vermuten Diamanten-Vorkommen

Antarktis

Blick auf die Eisberge in der Antarktis. (Bild: z576 – Fotolia)

Kimberlit-Gestein in der Antarktis

Australische Geologen haben in den Prince Charles Mountains im Osten der Antarktis sogenanntes Kimberlit-Gestein entdeckt. Dabei handelt es sich um Gestein magmatischen Ursprungs, das Diamanten führen könnte. Zum ersten Mal wurde es in der Nähe der Stadt Kimberly in Südafrika gefunden – nach der es auch benannt wurde – und wissenschaftlich eingeordnet. Auf allen Kontinenten wurde es bereits entdeckt, nur noch nicht in der Antarktis. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Gestein 120 Millionen Jahre alt ist. Weiter gehen sie davon aus, dass dieses durch das Auseinanderdriften des indischen Subkontinents und der Antarktis entlang des Lambert-Grabens, wo die Erdkruste besonders durchlässig ist, an die Erdoberfläche gelangt ist.

Verbindung Kimberlit-Gestein und Diamant

Diamanten werden unter gewaltigem Druck und großer Hitze bei Temperaturen von 1200 °C bis 1400 °C im Erdmantel mindestens 150 Kilometer bis 660 Kilometer in die Tiefe gepresst und können durch vulkanische Aktivitäten wieder nach oben befördert werden. Die gasreichen vulkanischen Kimberlit-Gesteine transportieren dann Bruchstücke des Erdmantels mit den sich darin befindenden Diamanten bei der Eruption an die Erdoberfläche, wo sie dann in den Pipes, also den vulkanischen Eruptivschloten, gefunden werden. Oder sie werden abtransportiert und reichen dann bis in Sedimentgesteine.

Diamanten-Vorkommnisse auf der Welt

Der wertvollste Edelstein der Welt ist die kubische Modifikation von Kohlenstoff und als natürlich vorkommender Feststoff ist er ein Mineral. Diamanten werden überall auf der Welt gefunden, doch die größten irdischen Diamanten-Vorkommen befinden sich in:

  • Russland
  • Afrika – Südafrika, Namibia, Angola, Botswana, Kongo, Sierra Leone
  • Australien
  • Kanada
  • Brasilien

Auswirkungen des Fundes

Dieser Fund und die daraufhin veröffentlichte Studie der Geowissenschaftler im Fachblatt „Nature“, könnte das Interesse hinsichtlich der Ausbeutung des bisher geschützten Gebiets beträchtlich steigern.

Verbot der Bodenschatz-Förderung in der Antarktis

In der Antarktis nach Bodenschätzen zu schürfen, ist durch das 1991 abgeschlossene Madrider Protokoll bis in das Jahr 2041 untersagt. Die Geologen haben deshalb nur drei Kimberlit-Proben entnommen. Außerdem würden neben dem Verbot die kalten und dunklen Bedingungen, die vor Ort herrschen, die Förderung erschweren. Daher geht von dem Fund vorerst kein wissenschaftlicher Nutzen aus.

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