Linse misst Glukosegehalt in der Tränenflüssigkeit

Hilfe für Diabetiker: Google entwickelt Kontaktlinse

Über sechs Millionen Menschen sind alleine in Deutschland „zuckerkrank“. Doch Diabetes heißt nicht, nur die Ernährung anzupassen, sondern auch blutzuckersenkende Maßnahmen zu ergreifen, wozu auch die regelmäßige Blutzuckerkontrolle gehört. Die ist momentan für den Hausgebrauch nur in Form einer Blutprobe, die der Erkrankte mittels Nadelstich in das Messgerät eingibt, möglich. Die Kontaktlinse von Google könnte eine große Erleichterung im Alltag für Diabetiker darstellen, bietet aber noch viel weitreichendere Funktionen.

Die Sensoren sind so klein, dass sie im Auge nicht auffallen. (Bild: Africa Studio - Fotolia)

Die Sensoren sind so klein, dass sie im Auge nicht auffallen. (Bild: Africa Studio – Fotolia)

Das Funktionsprinzip

Die Kontaktlinse sieht zunächst von Form und „Farbe“ wie eine normale Kontaktlinse aus. Allerdings sind in die zwei Linsenschichten Sensoren und eine Antenne eingebettet. Dabei behält die Linse dennoch ihre schlanke Form und Durchsichtigkeit. Die Prototypen der Linse, welchen die Forscher auf ihrem Blog vorstellten, testen einmal pro Sekunde den Glukosegehalt im Auge und ersparen somit den Stick in den Finger. Die Ergebnisse kommen dank Antenne bequem auf das Smartphone.

Die Zukunft der Linse

Im Moment ist Google noch auf der Suche nach Partnern, damit die Linse für den Markt weiterentwickelt werden kann. Denn die Zukunft sieht so aus, dass LEDs, die ebenfalls in der Linse untergebracht werden, Warnungen mittels Blinken, das der Träger im Auge wahrnimmt, aussenden können, wenn der Blutzuckerspiegel eine kritische Grenze erreicht. Die Gefahr des diabetischen Komas wäre somit minimiert.

Erleichterung für Diabetiker

Da eine Folge der Krankheit eine verminderte Wundheilung ist, würde durch die Messung im Auge nicht nur der schmerzhafte Stich in den Finger entfallen und die ständige Last der permanenten Kontrolle, sondern auch die Gefahr, dass sich die Einstichstelle entzündet. Hinzu kommt, dass die Finger wieder einstich- und hornhautfrei wären.

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