Neue Flatrate unter dem Marktpreis

Amazon erweitert Prime um Streaming-Funktion

Amazon bietet seinen Kunden in Zukunft einen Streaming-Dienst im Prime-Abo.

Amazon bietet seinen Kunden in Zukunft einen Streaming-Dienst im Prime-Abo. (Bild: Diana Drubig – Fotolia.com)

Amazon unterbietet den Marktpreis

Kein anderer Anbieter verlangt so wenig Geld für seinen Streaming-Service wie Amazon. Es könnte sein, dass der Konzern damit vor dem erfolgreichen amerikanischen Anbieter Neuflix auf dem deutschen Markt Fuß fassen möchte. Videoportale wie Watchever, Maxdome und Snap bieten ihre Dienste bereits in Deutschland an und kosten mehr.

Amazons Onlinevideothek LOVEFILM

Amazon verfügte bereits über ein Streaming-Angebot, den Dienst LOVEFILM:

  • Der Dienst wurde 2003 vom englischen Medienunternehmen Arts Alliance Media gegründet.
  • Seit Oktober 2006 kann der Dienst auch in Deutschland genutzt werden und wächst kontinuierlich.
  • Seit 2011 gehört das Streaming-Portal zu Amazon.
  • Über 50.000 Filme auf DVD/Blue-ray und eine Vielzahl von Video-on-Demand stellt das Portal zur Verfügung.
  • Die Gebühren dafür liegen bei acht Euro im Monat und entsprechen ungefähr dem Marktwert, der bei acht bis zehn Euro liegt.

Ab dem 26. Februar soll LOVEFILM mit Amazon Prime verbunden werden und Kunden können dann 12.000 Filme und Serien online mit unterschiedlichen Endgeräten schauen, die über die entsprechende App verfügen. Möglich ist dies etwa auf folgenden Geräten:

  • TV-Geräten von Sony, Samsung und LG
  • Spielekonsolen von Microsoft, Sony und Nintendo
  • Kindel-Fire-Tablets
  • iPhones und iPads (App muss heruntergeladen werden)

Einzelne Titel können auch ausgeliehen werden. Später soll es ebenfalls möglich sein, Filme nicht nur zu streamen, sondern auch herunterzuladen. Diese Funktion wird bisher nur auf dem Kindel Fire bereitgestellt.

Amazons Taktik

Den neuen Dienst bietet Amazon aktuell für 29 Euro im Jahr an, später werden es 49 Euro. Dieser Preis überrascht nicht, denn der Konzern ist dafür bekannt, Marktanteile sehr günstig zu erwerben – das hat ihn schließlich groß gemacht. Ähnlich verläuft es auch mit dem Kindel-E-Reader und -Tablets, die das Unternehmen günstig verkauft, um dann an Büchern und weiteren Verkäufen, die damit zusammenhängen, Gewinne zu erzielen.

Mögliche Gefahren der Prime-Erweiterung

Amazons Vorhaben könnte auch zur Folge haben, dass der Konzern Kunden verliert, da der Service Prime schon angeboten wird. Prime-Kunden haben beispielsweise den Anspruch auf einen Premiumversand und weitere vergünstigte Versandmöglichkeiten und können E-Books ausleihen. Das Ganze erweitert sich nur um eine Flat für Filme und Serien in Verbindung mit einer höheren Gebühr. Die Kosten für Prime liegen bisher bei 29 Euro im Monat. Nun soll der Beitrag auf 49 Euro erhöht werden, sodass alte Kunden, die den Service vielleicht gar nicht nutzen möchten, trotzdem mehr bezahlen müssen. Der alte Dienst für 29 Euro wird künftig nicht mehr angeboten. Die alten Mitgliedschaften können erst einmal ohne einen Aufschlag weiterlaufen. Sobald diese abgelaufen sind, ist eine Verlängerung nur mit Aufpreis möglich.

Obst, Fleisch und Gemüse bei Amazon

Der Online-Händler will nicht nur auf dem deutschen Streaming-Markt Fuß fassen, sondern dieses Jahr auch noch frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch in Deutschland online zum Verkauf anbieten und ausliefern. Seit 2007 betreibt Amazon bereits in Amerika den Lebensmittel-Lieferdienst „Amazon Fresh“.

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