Ausweitung des mobilen Netzes

Ericsson und Philips: Straßenlaternen als Mobilfunkmasten

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Ein Ausbau des Mobilfunk-Netzes ist notwendig, da immer mehr Menschen mobil ins Internet gehen. (Bild: rangizzz / Fotolia.com)

Ausbau des Mobilfunknetzes in Städten

„Wir glauben, dass Städte in Zukunft viel mehr Mobilfunkabdeckung brauchen“, meint Ericsson-Chef Hans Vestberg am Montag auf dem Mobile World Congress (MCW) in Barcelona. Denn immer mehr Menschen gehen besonders in Ballungsräumen mobil ins Internet, um Datenanwendungen zu nutzen. Normalerweise würden dafür Antennen an Fassaden angebracht oder auf Dächern aufgestellt, doch „es wird immer schwerer, in Städten Plätze auf Dächern zu bekommen“, so Vestberg.

Der GSMA Mobile World Congress

  • Der MCW ist eine jährlich stattfindende Messe der Mobilfunk-Industrie.
  • Das Event existiert seit 1987.
  • Es handelt sich um die größte Mobilfunkmesse Europas.
  • Die Messe gibt Aufschluss über die aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich Mobilfunk.
  • Zu Beginn wurde die Messe in Cannes angehalten, seit 2006 jedoch in Barcelona.
  • Dieses Jahr findet die Messe von 24. März bis zum 27. März statt.
  • Trends, die auf der diesjährigen Messe ausgemacht werden können: günstige Smartphones, tragbare Mini-Computer, Fitness-Technik und die Entwicklung von Systemen, die mit immer größer werdenden Datenmengen umgehen können.

Wie die Umwandlung erfolgt

Den Laternen werden Antennen im oberen Teil eingesetzt. Bis zu zwölf Mobilfunk-Antennen können in eine Laterne eingebaut werden, sodass es möglich ist, dass sich mehrere Betreiber eine Laterne teilen. Oder aber die Anbieter beanspruchen eine Laterne für sich allein. Um eine komplette Abdeckung zu garantieren, muss jede fünfte bis zehnte Laterne mit der entsprechenden Technik ausgestattet sein. Die Basisstation befindet sich in einem Serverkasten im Fundament der Straßenlaterne, leicht erreichbar für Wartungen. Die in dem Kasten untergebrachten Kabel führen durch den Mast zum dickeren Teil der Laterne.

Die ersten Exemplare möchten Ericsson und Philips noch dieses Jahr in einigen nordamerikanischen Städten, wo die Mobilfunkabdeckung noch sehr gering ist, aufstellen. Beiden Unternehmen stehen auch mit anderen Städten in Verhandlung. Den Laternen werden dafür energiesparende LED-Lampen eingebaut. Ericsson und Philips gehen davon aus, dass die Kosten für die Umrüstung, aufgrund der niedrigen Energiekosten, in acht bis zehn Jahren bereits abgedeckt sind.

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