Alternative zu Google

Qwant: Neue Suchmaschine mit maximalem Datenschutz

Suchmaschine Qwant

Seit Februar 2014 ist die deutschsprachige Version der Suchmaschine Qwant verfügbar und wirbt mit hohem Datenschutz. (Bild: Pressebild Qwant)

Anonymität, Datenschutz und Sicherheit

Nach den schockierenden Bekanntmachungen von Edward Snowden und dem darauffolgenden NSA-Skandal wollen Qwant S.A.S. ein Zeichen setzen. Grundphilosophie der neuen Suchmaschine sind daher stärkere Bestimmungen zum Thema Datenschutz, Sicherheit und anonymes Surfen. Seit Februar 2014 ist jetzt auch die deutschsprachige Version verfügbar. Ein paar Fakten zur neuen Internet-Suchmaschine:

  • Bereits 8,8 Millionen User
  • Täglich 507 Millionen Anfragen
  • Bisher stammen 65 % davon aus Frankreich
  • 60 % aller Nutzer kommen wieder
  • über 5 Minuten durchschnittliche Verweildauer

Umsetzung des Datenschutzes

Für eine garantiert anonyme und somit sichere Internetsuche sorgen die strengeren Datenschutzbestimmungen. Während andere Suchmaschinen bewusst Dateien anlegen, die Informationen über individuelle Vorlieben und Gewohnheiten der User speichern und weiterverarbeiten, entstehen bei der Nutzung von Qwant keine solchen permanenten Browserdaten.

Qwat Suchmaschine

Datenschutz und Anonymität sind bei Qwant oberstess Prinzip. (Bild: strixcode – Fotolia)

Durch den Verzicht von Qwant, Informationen zum Suchverhalten eines Nutzers dauerhaft zu speichern, ergibt jede Suchanfrage bei Qwant – egal von welchem User – exakt dieselben Suchergebnisse. Außerdem werden bei Qwant keine IP-Adressen von Usern gespeichert. Stattdessen erstellt Qwant lediglich einen Sitzungs-Cookie, der direkt nach dem Verlassen der Homepage wieder gelöscht wird.

So funktioniert Qwant

Wer nicht auf den Komfort personalisierter Suchergebnisse verzichten möchte, dem steht es offen, ein Benutzerkonto bei Qwant anzulegen. Die anschließend bei der Nutzung von Qwant entsehenden User-Informationen werden durch die Datenzentren der Europäischen Union verarbeitet.

Bereits beim ersten Blick auf Qwant präsentieren sich neue und noch ungewohnte Features. So findet man zum Beispiel direkt auf der Startseite und ohne notwendige Suche eine Übersicht über aktuelle Trend-Themen. Die schwarzen Registerkarten am oberen Rand informieren über die möglichen Such-Varianten. Neben der Standard-Suche und der Medien-Suche nach Bildern und Videos ermöglicht Qwant erstmals auch Suche nach Personen in den sozialen Netzwerken.

Eine Alternative zu Google?

Im Vergleich zum Suchmaschinen-Riesen Google hat Qwant mit dem Versprechen zum Datenschutz zwar den größten aber noch nicht den einzigen Trumpf ausgespielt. Ein weiteres Highlight der europäischen Suchmaschine ist die Gliederung der Ergebnisse in folgende übersichtliche Spalten:

  • Netz: Die klassische Internetsuche (grün)
  • Nachrichten: Aktuelle Informationen und Nachrichten (orange)
  • Qnowledge Graph: Überblicksinformationen auf einen Blick (grau)
  • Sozial: Informationen von Wikipedia und sozialen Netzwerken (blau)
  • Einkaufen: Kaufartikel von Drittanbietern (gelb)

Die jeweiligen Farben dienen nicht nur einer übersichtlichen und kundenfreundlichen Nutzung, sondern finden sich auch im kunterbunten Logo der Suchmaschine wieder. Zu den Medien-Ergebnisse, die nicht in den Spalten, sondern am oberen Bildrand angezeigt werden, gehört dabei die Farbe Rot.

Ein Vergleichstest der FAZ ergab, dass sich der Neuling Qwant definitiv mit der Leistung und Qualität von Google messen kann. Während das neugierige Stöbern mit Qwant besonders viel Spaß macht, eignet sich Google dagegen etwas besser dafür, einzelne Informationen schnell zu finden. Zudem sind die „aktuellen Neuigkeiten“ auf Google im Moment noch tatsächlich die aktuellsten. In Sachen Datenschutz hat Qwant dafür die Nase ganz weit vorn.

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