Berners-Lee ist der Erfinder des WWW

25 Jahre Internet: Das World Wide Web feiert Geburtstag

Die vielen Väter des Internets

25 Jahre World Wide Web

Am 10. März 1989 legte Tim Berners-Lee den Grundstein für das heutige World Wide Web. (Bild: HaywireMedia – Fotolia)

Das beliebteste Hashtag war am vergangenen Montag wohl #web25 mit dem User auf der ganzen Welt Geburtstagsgruße an das World Wide Web veröffentlichten. Genau am 10. März vor 25 Jahren bekam Tim Berners-Lee von seinem Chefs die Erlaubnis eine neue Idee weiter zu verfolgen: einen Hypertext-Dienst.

Ausschlaggebend für Berners-Lees Projekt war der erschwerte oder teilweise sogar unmögliche Informationsaustausch zwischen den französischen und schweizerischen CERN-Labors. Schuld daran waren die unterschiedlichen Netzwerk-Infrastrukturen der beiden Länder. Mithilfe des Prinzips von Hypertexten legte Berner-Lee den Grundstein für einen unkomplizierten, weltweiten Informationsaustausch.

Doch Berners-Lee ist nicht der Einzige, der als Erfinder des WWW gilt. Je nachdem, wen man fragt, könnten auch folgende Geburtstage gefeiert werden:

  • 2. Oktober 1969: Der erste PC wird an ein Interface Message Processor angeschlossen (ARPAnet des amerikanischen Verteidigungsministeriums)
  • 1973: Vint Cerf und Bob Kahn entwickeln TCP/IP (erstes einheitliches Rechnerprotokoll)
  • 22. November 1977: Erstmalige Zusammenschaltung drei unterschiedlicher Netze
  • 1989: Abschaltung des ARPAnet, Host-Rechner werden von der National Science Foundation übernommen

Die Entstehung des heutigen WWW

Obwohl das Internet schon seit 1989 nach der Übernahme durch die National Science Foundation kommerziell nutzbar, und damit auch außerhalb von Universitäten frei zugänglich ist, gleicht es noch lange nicht dem WWW, dass man heute kennt. Entscheidend für diese Entwicklung ist die Veröffentlichung von Berners-Lee Hypertext-Projekt am 6. August 1991.

Doch damit endet der Beitrag, den Berners-Lee zum Internet leistet noch nicht. Was folgt ist die „Hypertext Markup Language“ (HTML), das Transferprotokoll HTTP, der einheitliche Quellenanzeiger URL, der erste Browser WorldWideWeb und der erste Webserver CERN httpd inklusive des Betriebssystems NeXTStep. All diese Bausteine für das Internet stammen es dem Kopf von Berners-Lee und machen ihn zu Recht zum Vater des heutigen World Wide Web.

Errungenschaften und Prinzipien des Internets

Tim Berners-Lee

Tim Berners-Lee gilt als einer der vielen Väter des Internets. (Bild: Paul Clarke/Wikipedia unter CC BY 2.0)

Im offiziellen Video zum 25. Geburtstag des Internets äußerste sich Tim Berners-Lee zu den Fortschritten, die das Internet seit seinem Hypertext-Projekt gemacht hat. Nicht nur, dass die Entwicklung des WWW zu mehreren Billionen Dollar Wirtschaftswachstum führte, sie ermöglichte auch grundlegende Innovationen in der Bildung und dem Gesundheitswesen.

Besonders wichtig für Berners-Lee sind auch die Möglichkeiten des Internets, geografische Grenzen ebenso zu überwinden wie soziale und politische. So hat das Internet nicht nur die Medien revolutioniert, sondern ermöglicht auch einen ständigen und wechselseitigen Dialog zwischen Regierenden und Regierten. Berners-Lee nutzt das Geburtstagsvideo außerdem dazu, an die grundlegenden Prinzipien des Internets zu erinnern:

  • universell
  • dezentral
  • offen
  • lizenz- und gebührenfrei

Vor diesem Hintergrund sieht Berner-Lee besonders die Herausforderungen im Bereich Datenschutz und die noch nicht vernetzten zwei Drittel der Weltbevölkerung als eine gemeinsam zu nehmende Hürde. Deutlich wird bei dieser Ansprache aber auch vor allem eins: Vor 25 Jahren hätte sich Berners-Lee nie träumen lassen, wie sehr sein Hypertext-Projekt die Welt verändern würde.

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