Internet-Inhalte auf dem TV-Bildschirm

Google Chromecast: TV-Stick im deutschen Handel

Google Chromecast TV-Stick

Zu Verkaufsstart liegt der Preis des HDMI-Sticks bei lediglich 35 €. (Bild: EricaJoy/Wikipedia unter CC BY-SA 2.0)

Wie der Geschäftsentwickler für Chromecast in Deutschland, Christian Witt, erklärte, entwickelte sich der Google TV-Stick in den Vereinigten Staaten zu einem echten Verkaufsschlager. Mehr als eine Million Exemplare seien bereits verkauft worden, was wahrscheinlich auch dem vergleichsweise niedrigen Preis von umgerechnet etwa 35 $ zu verdanken ist. In Deutschland ist der Stick ab 35 € zu haben.

Funktionsweise

Die Einrichtung des TV-Sticks ist denkbar einfach und folgt dem bewährten Prinzip des Plug-And-Play: Man steckt Chromecast in einen freien HDMI-Port des Smart-TVs, stellt eine Verbindung zum heimischen WLAN-Netzwerk her und schon kann die Übertragung von Musik, Videos und anderen Inhalten beginnen. Dabei ist es ganz egal, ob ein Smartphone, Tablet oder Notebook als Datenquelle dient. Der Stick kann Inhalte des Google Chrome-Browsers und von speziellen Apps auf den Fernsehbildschirm übertragen. Leider ist die Auswahl an wirklich hilfreichen Apps, die in Verbindung mit Chromecast genutzt werden können, bei Verkaufsstart sehr begrenzt:

  • Google Play Music
  • Google Play Movies
  • Youtube
  • Watchever
  • in Kürze: Maxdome

Google Chromecast hat eine weitere Schwachstelle. Das verwendete Cloud-Konzept sorgt dafür, dass eine direkte Datenübertragung zwischen TV-Stick und Datenquelle im eigentlichen Sinne überhaupt nicht stattfindet. Von Smartphone oder Tablet erhält der Stick lediglich den Befehl, sich die entsprechenden Daten selbst aus dem Internet herunterzuladen. Beim Surfen und bei öffentlich zugänglichen Inhalten hat dieses Prinzip zwar keinen negativen Einfluss, will man aber persönliche Daten, wie auf dem Smartphone gespeicherte Fotos und Videos, auf dem Großbildschirm anzeigen lassen, funktioniert dies nur bei vorherigem Upload auf Youtube oder Google+. Dieser „Makel“ soll erst mit zukünftigen Apps wie AllCast oder BubbleUPnP weitestgehend beseitigt werden.

Vergleich zur Konkurrenz

Die Konkurrenz in diesem Bereich ist relativ überschaubar: Einzig Apple kann mit seinem Projekt Apple TV ähnliche Features anbieten, allerdings zu einem deutlich höheren Preis. Die Apple TV-Box ist mit 99 € derzeit fast dreimal so teuer wie der Google-Stick. Jedoch kann Apple mit seiner innovativen AirPlay-Technologie die beschriebene Schwachstelle von Chromecast perfekt ausnutzen, da auch lokal gespeicherte Inhalte gestreamt werden können. Im Gegensatz dazu punktet Chromecast in Sachen Kompatibilität: Während die Nutzung der Apple TV-Box auf Geräte mit dem Betriebssystem iOS 4.3 und höher beschränkt ist, können Chromecaster-Nutzer auf Geräte verschiedener Hersteller zurückgreifen.

Google Chromecast vs. Apple TV-Box
 Chromecast  Apple TV
Datenübertragung:  via Cloud AirPlay-Technologie
kompatible Betriebssysteme: Android 2.3+, iOS 6.0+, Windows 7+,
Mac OS 10.7+, Chrome OS
iOS 4.3+
App-Auswahl:  eher gering umfangreich
max. Videoauflösung:  1920 x 1080 1920 x 1080
Abmessungen:  50 x 30 x 20 mm 98 x 98 x 23 mm
Gewicht: ca. 32 g ca. 270 g
Preis:  35 €  99 €

Ob und wie sich beide Geräte in Zukunft entwickeln, hängt maßgeblich vom Kaufverhalten der Technikinteressierten Kundschaft ab. Sowohl bei Googles TV-Stick als auch bei Apples TV-Box lassen sich genügend Vor- und Nachteile finden, eventuell profitiert Google vom relativ deutlichen Preisunterschied und kann dadurch vor allem unsichere Käufer für sich gewinnen.

Optionen

Drucken Drucken Schriftgröße Schrift vergrößern Schrift verkleinern Schriftgröße zurücksetzen
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (noch nicht bewertet)
Loading...Loading...

Kommentar abgeben