Rohstoff-Ressourcen im Weltraum

Bergbau im All: Asteroiden als Metall- und Erzlieferanten

Planetory Resources

Der US-Konzern Planetary Resrouce will im Weltall nach Ressourcen für die Erde suchen. (Bild: merydolla – Fotolia)

Planetary Resources planen Abbau von Asteroiden

Das US-Unternehmen Planetary Resources ist nicht die einzige Firma, die mit Rohstoffen aus dem All ihr Geld verdienen will. Schließlich ist längst bekannt, dass Asteroiden wertvolle Metalle, Erze, Platin und teilweise sogar Gold beherbergen. Im letzten Jahr machten zum Beispiel Deep Space Industries Schlagzeilen, als sie davon sprachen mittels Satelliten auf Asteroiden nach Rohstoffen suchen zu wollen. Die aktuellsten Pläne im Bereich des Weltraum-Bergbaus sind jedoch die von Planetary Resources.

Im Sommer 2014 soll offiziell das Gefährt vorgestellt werden, mit dem das Unternehmen auf Rohstoff-Suche gehen möchte. Zuvor sollen mithilfe eines Teleskops die vielversprechendsten Asteroiden ermittelt werden, um zu entscheiden, wo sich ein Abbau auch wirklich lohnt. Dieses Weltraumteleskop ist das erste seiner Art, dessen Entwicklung von privaten Investoren bezahlt wurde. Zu den Geldgebern hinter Planetary Resources gehören zum Beispiel:

  • James Cameron (Regisseur von Aliens II und Avatar)
  • Eric Schmidt (Mitbegründer von Google)
  • Larry Page (Mitbegründer von Google)
  • Charles Simonyi (Entwickler von Microsoft-Office-Programmen, Weltraumtourist)

Über 10.000 Asteroiden allein in Erdnähe

In der ersten Phase des Vorhabens wird das im kommenden Sommer vorgestellte Weltraumvehikel drei Jahre lang im All nach den Asteroiden suchen. 1.500 Stück befinden sich in einer ähnlichen Umlaufbahn wie die Erde, werden also verhältnismäßig leicht zu erreichen sein. 9.000 weitere Asteroiden befinden sich der Nähe der Erde und wöchentlich werden neue entdeckt.

Hat das Gefährt einen der potenziellen Asteroiden gefunden, folgt es ihm so lange, bis alle erforderlichen Informationen gesammelt werden konnten. Das heißt, im Fly-By-Modus werden folgende Daten ermittelt:

  • Position des Asteroiden
  • Zusammensetzung des Asteroiden
  • Zugänglichkeit der Ressourcen

Anschließend wird der Asteroid vom Weltraumgefährt näher zur Erde gebracht und in der Umlaufbahn des Mondes wieder auf freien Fuß gesetzt. Ein Problem ist vor allem die hohe Geschwindigkeit der Asteroiden, die für das Einfangen ein ausreichend schweres Gegengewicht erfordert. Wie dieser Abschleppdienst im Detail ablaufen soll, wurde aber noch nicht verraten.

Herausforderung Bergbau im Weltall

Erst in Phase Drei beginnt der eigentliche Abbau der Rohstoffe. Dafür müssen die benötigten Maschinen auf dem Asteroiden platziert werden. Dazu kommt dann noch der nötige Abtransports in der letzten Phase. Zwischen der Umlaufbahn des Mondes und der Zieldestination Erde liegen rund 300.000 Kilometer.

Bereits ein einziges Bergwerk im Weltraum verschlingt ungefähr 2,6 Milliarden Dollar. Die eigentliche Bergwerk-Arbeit soll daher aus Kostengründen nicht von Menschenhand, sondern von Robotern ausgeführt werden.

Kritische Stimmen zweifeln allerdings an der tatsächlichen Realisierung dieses ehrgeizigen Vorhabens. So seien die dafür nötigen Technologien, zum Beispiel die automatischen Bergwerke, selbst nach 15 Jahren Raumfahrtforschung einfach noch nicht verfügbar. Planetary Resource und die NASA, die maßgeblich an der Entwicklung des Projekts beteiligt ist, schweigen sich über weitere Details ihrer Pläne jedoch aus.

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