Happy Birthday

Der Game Boy wird 25

Daddeln von unterwegs

Ein schwarz-weißes Display und quäkende Monosounds zogen weltweit Millionen Spieler in ihren Bann. Auf einmal konnte man jederzeit überall spielen und daddeln. Mit Klassikern wie „Tetris“ und „Super Mario Land“ erreichte der Game Boy im Rekord einen Kultstatus und setzte sich gegen technisch fortschrittlichere Spielekonsolen mit Farbbildschirm durch. Dabei war die Technik des Game Boys von Beginn an veraltet.

Die Nintendo-Game-Boy-Varianten im Überblick

Die Nintendo-Game-Boy-Varianten im Überblick (Bild: JCD1981NL/Wikipedia unter CC BY 3.0)

Der erste Game-Boy in Zahlen:

  • LCD-Bildschirm mit vier Graustufen
  • 8-Bit-Prozessor
  • 160 mal 144 Bildpunkte
  • Durch den Schwarz-Weiß-Bildschirm sollte die Laufzeit erhöht werden: Der Game Boy lief mit einer Batterie-Ladung bis zu 15 Stunden.

Kassenschlager Spielkonsole:

Nintendo verkaufte rund 32 Millionen Geräte in den ersten drei Jahren. Insgesamt wurden von den verschiedenen Modellen 150 Millionen Stück verkauft. Nintendo schaffte damit eine Plattform, auf der jedes Jahr neue Spiele abgesetzt werden konnten.

Tetris, Super Mario & Co: Spiele für die Hosentasche

Bereits im ersten Jahr erschienen 16 Spiele für den Game Boy. Das Geschicklichkeitsspiel „Tetris“ ist dabei das wahrscheinlich simpelste und zugleich berühmteste Spiel aller Zeiten. Darin muss der Spieler herabfallende Klötze so drehen und zusammenfügen, dass möglichst keine Lücken entstehen. Lebende Pilze, geheime Tunnel und Goldstücke – neben dem kleinen dicken Klempner und Superheld Super Mario erlangten auch Spiele wie „Pokémon“, „Donkey Kong“ und „The Legend Of Zelda“ durch den Game Boy Kultstatus.

  • Schon gewusst? „Tetris“ wurde vom Moskauer Mathematiker Alexey Pschitnow Mitte der 80er Jahre programmiert.

Modelle des Game Boy:

Sieben Jahre nach der ersten Version kamen neue Modelle auf den Markt:

  • Game Boy Special Edition (1995)
  • Game Boy Pocket (1996)
  • Game Boy Light (1997)
  • Game Boy Color (1998)
  • Game Boy Advance (2001)
  • Game Boy Advance SP (2003)
  • Game Boy Micro (2005)

2005 wurde der Game Boy dann durch die neue Konsole Nintendo DS abgelöst.

Harte Konkurrenz

Über Smartphones und Tablets stehen den Nutzern heute tausende Spiele-Apps oft kostenlos zur Verfügung. Diese können einfach heruntergeladen und müssen nicht wie damals im Fachhandel teuer erworben werden. Auch heute kostet ein Spiel für die mobile Nintendo-Konsole noch etwa 40 Euro. Doch bei Nintendo denkt man momentan nicht darüber nach, die Spiele auch für moderne Mobilgeräte anzubieten. „Nintendo hat keine Pläne, seine Software auf solchen Geräten anzubieten“, hieß es aus der Firmenzentrale. Und tatsächlich: Für zahlreiche Spiele-Fans ist der Game Boy auch nach 25 Jahren noch die kultigste Konsole und lebt deshalb nicht nur in Emulatoren weiter.

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